Deutsche TV-Plattform

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Smart TV

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Jürgen SewczykDie Arbeitsgruppe Smart TV (Hybride Endgeräte) der Deutschen TV-Plattform wurde Ende April 2009 gebildet und steht unter Leitung von Jürgen Sewczyk (JS Consult). In ihr flossen die Erfahrungen der AG IPTV ein, die seit 2007 mit dem Basis-Dokument "White Paper IPTV" und einem erfolgreichen Workshop Anfang 2009 den Start des vierten TV-Übertragungswegs neben Kabel, Satellit und Terrestrik in Deutschland beförderte. Durch die kompetente Arbeit dieser AG konnte die Deutsche TV-Plattform neue Mitglieder jenseits des klassischen Fernsehbereichs gewinnen.

Der volle Titel der neuen Arbeitsgruppe lautete zunächst "Hybride Endgeräte zur Integration von Broadband und Broadcast“ und zeigte klar den Arbeitsschwerpunkt: Es geht um die Darstellung von Internetinhalten und Webdiensten auf TV-Bildschirmen sowie ihre Verknüpfung und damit die zweite Stufe der Konvergenz in diesem Bereich. In einem ersten Schritt ist das Fernsehen Teil des Internets geworden und nutzte das neue Medium einerseits als Übertragungsweg, andererseits als Vertriebsweg audiovisueller und anderer Inhalte. Zugleich verwenden Betreiber von Breitbandnetzen - besonders modernisierter Telefonleitungen - ihre neuen Kapazitäten, um in der Kombination von Telefonie, Online-Verbindung und IPTV neue Kunden zu gewinnen.

In der zweiten Stufe der Konvergenz entwickelten große Gerätehersteller wie Philips, Panasonic, Samsung und Sony ganz eigene Systeme, um das Internet am TV-Bildschirm nutzbar und das Fernsehgerät sogar zum Medienzentrum im Heimnetzwerk zu machen. Auf den Internationalen Funkausstellungen seit 2009 wurden immer wieder entsprechende Geräte und Anwendungen vorgestellt und derzeit sind in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schon über fünf Millionen dieser "Hybriden" verkauft - vor allem als TV-Flachbildschirme oder Set-Top-Boxen. Sie wie auch neue hybride Dienste, Portale und Angebote stehen im Fokus der Arbeitsgruppe, die sich entsprechend der Marktentwicklung im Januar 2012 in AG Smart TV umbenannt hat. Ähnlich wie bei IPTV geht es um Basisnormen für die smarten Hybrid-Geräte und -Dienste, die in offener Architektur gestaltet bzw. interoperabel sein sollen. Auch müssen die Anforderungen der Inhalteanbieter (Rundfunk und Internetdienste) mit denen der Gerätehersteller und der Netzbetreiber harmonisiert werden, damit sich der entwickelnde Massenmarkt weiter entfalten kann, auf dem der Verbraucher vielfältige Auswahl und zugleich Investitionssicherheit hat. Inzwischen hat ein europäisches Konsortium, an dem Mitglieder der Deutschen TV-Plattform wie das Institut für Rundfunktechnik (IRT) und Philips aktiv beteiligt sind, die Spezifikation HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV) entwickelt, die von ETSI Mitte 2010 als Standard bestätigt wurde. Er wird vom HbbTV-Konsortium weiterentwickelt und die AG engagiert sich für nutzerfreundliche Bedienung aller HbbTV-Angebote sowie eine Übersicht zu allen Lösungen von TV-Internet-Kombinationen. Als erstes wurde die Broschüre "Hybrid-TV" erarbeitet und zur IFA 2010 vorgelegt - inzwischen gibt es die dritte, aktualisierte Auflage. Zur IFA 2011 erschienen außerdem ein "White Book Hybrid-TV" als Fachpublikation, das nun auch in englisch vorliegt, und eine Studie "Usability von Red Button HbbTV-Angeboten" als Styleguide.

"Die schnelle technische Entwicklung und die Änderung des Nutzungsverhaltens führen zu einer Beschleunigung im Wandel der Mediennutzung. Konvergenz und Wettbewerb sind herausragende Trends", so Vorstandsmitglied Jürgen Sewczyk, "die zu Umbrüchen am Markt führen. Deutschland ist dabei keine Insel und für die Deutsche TV-Plattform ist es wichtig, eine Harmonisierung zu erreichen und eine Verunsicherung der Verbraucher zu vermeiden". Deshalb bietet die Deutsche TV-Plattform eine Reihe von Publikationen an, die informieren und aufklären. Ein Workshop im April 2011 analysierte erfolgreich den Trend von Hybrid- zu Smart-TV.

 

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