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Von Analog zu Digital

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Seit Erfindung der Bewegtbildübertragung Anfang des 20. Jahrhunderts funktioniert Fernsehen mit analoger Technik und hat so seinen Siegeszug als Massenmedium angetreten. Bei analoger Fernsehtechnik wird ein komplettes Bild samt Ton mittels Hochfrequenztechnik 25-mal pro Sekunde gesendet und auf den Bildschirmen sowie über die Lautsprecher der Fernsehgeräte als Programm dargestellt. Mit der in den 1990er-Jahren entwickelten digitalen Fernsehnorm DVB (Digital Video Broadcasting) werden nicht mehr die ganzen Bilder, sondern nur noch die Veränderungen zum zuvor gesendeten Bild komprimiert (im so genannten MPEG-Format) zusammen mit Ton übertragen - und zwar wie beim Computer als Ziffernfolgen (zumeist 0 und 1).

Mehr Programme über traditionelle Strukturen
Einer der Vorteile des digitalen Fernsehens: Es können mehr Programme über einen Übertragungsweg gesendet werden - die Kapazitäten von Antenne, Satellit oder Kabelnetz erhöhen sich beträchtlich. Statt einem Fernsehprogramm, das einen Sendeplatz belegt, passen digital bis zu einem Dutzend Programm-Datenströme in eine Frequenz (terrestrisch), einen Transponder (Satellit) oder in einen Kabelplatz. Damit ein herkömmliches (analoges) Fernsehgerät daraus wieder Programme für die Zuschauer erstellt, müssen die digitalen Datenströme allerdings in analoge TV-Signale zurück verwandelt werden. Dies geschieht entweder über die in TV-Geräte integrierten Empfangsmodule oder durch ein Digital-Box (Set Top Box) bzw. einen für Digitalfernsehen geeigneten Empfänger (Receiver) bei Satellit. Selbst moderne (digitale) TV-Flachbildschirme brauchen passende Module, um aus den im jeweiligen Rundfunkverbreitungsweg übertragenen Datenströmen wieder TV-Programme zu machen.

Multimediale Kombination in vielen Verbreitungswegen

Ein weiterer Vorteil des digitalen Fernsehens ist, dass es sich durch die Signalumwandlung in Ziffernfolgen auf einer "Augenhöhe" mit anderen Formen der Kommunikation befindet. Das heißt: Wenn Text, Fotos und andere Illustrationen, Ton und Bewegtbild alles digitale Datenströme sind, können sie ineinander umgewandelt und miteinander kombiniert werden. Besonders ist das im neuen Kommunikationsmedium Internet zu sehen, das sich rasant ausbreitet. Auch die bislang klare Trennung zwischen Übertragungswegen für Massenmedien wie Radio und Fernsehen (terrestrische Sendenetze, Kabelnetze und Satellit) sowie den Verteilstrukturen für Individualkommunikation wie den Telefon- und Mobilfunknetzen verwischt: Es ist alles nur noch eine Frage der jeweiligen Bandbreite und des entsprechenden Datenformats sowie von Kodierung bzw. Modulation der Signale bei der Übertragung und Verteilung. Dieses Menü gibt einen Überblick und erklärt die Technik und Technologie - für Verbraucher gibt es auch nützliche Ratgeber

 

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