dvb-t2-hd-logo Gründe für den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD

Es gibt mehrere Gründe für die Einführung des internationalen Standards DVB-T2 in Deutschland. Zum einen wächst das Interesse an Frequenzen im Spektrum der Terrestrik, etwa vom Mobilfunk. Entsprechend wurde durch geänderte Vorgaben des Bundes im Juni 2015 das Frequenzspektrum für DVB-T reduziert („Digitale Dividende 2“). Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, mit DVB-T2 auch über die Terrestrik hochauflösendes Fernsehen (HDTV) verfügbar zu machen. HDTV wird mittlerweile von fast allen TV-Sendern in Deutschland angeboten und von den Zuschauern immer mehr nachgefragt. Nur mit dem neuen, effizienteren Standard DVB-T2 ist es möglich, in dem für den Rundfunk verbleibenden reduzierten Frequenzspektrum hochauflösendes Fernsehen zu übertragen.
 
Programmvielfalt

Bisher haben alle großen Sendergruppen und Programmveranstalter die Absicht bekundet, ihre Inhalte in HDTV über DVB-T2 in Deutschland zu verbreiten. Dazu gehören neben den öffentlichen-rechtlichen Programmen von ARD und ZDF ebenfalls private Angebote der Mediengruppe RTL Deutschland und von ProSiebenSat.1. Shoppingsender und Spartenprogramme könnten ebenfalls auf das neue digitale Antennenfernsehen umsteigen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch regionale Programme hinzukommen - insgesamt ist mit rund 40 Programmen zu rechnen. Die konkrete Programmauswahl bei DVB-T2 HD im jeweiligen Gebiet hängt von den Belegungsvorgaben der zuständigen Landesmedienanstalt ab – und von Entscheidungen der Programmveranstalter sowie des Plattformbetreibers. Alle öffentlich-rechtlichen Sender werden - wie bisher bei DVB-T - für Zuschauer über die Haushaltsabgabe finanziert, daher unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten angeboten. Andere Sender wird der Netz- und Plattformbetreiber Media Broadcast verschlüsselt anbieten (freenetTV). Gegen ein Zugangsentgelt können diese freigeschaltet und entschlüsselt werden. Das ist vergleichbar den HDTV-Angeboten bei Satellit und Kabel bzw. IPTV.
 
Umrüstung

Die Umstellung betrifft in erster Linie alle Haushalte, die das seit 2002 in Deutschland eingeführte ÜberallFernsehen (DVB-T) stationär über Haus-, Außen- oder Zimmerantenne empfangen. Auch die Nutzer von portablem oder mobilem DVB-T-Empfang – etwa über USB-Sticks für Laptops oder in Autos – sind betroffen. Allgemein braucht jeder, der DVB-T2 HD nutzen will, ein passendes Empfangsgerät. Die bisherige DVB-T-Technik ist (von Antennen abgesehen) nicht geeignet zum Empfang von DVB-T2 HD. Auch Geräte, die für DVB-T2-Programme im Ausland - zum Beispiel in Österreich oder Skandinavien - eingesetzt werden, können DVB-T2 HD in Deutschland nicht wiedergeben, da dort die Kompressionstechnologie HEVC nicht zum Einsatz kommt. Zur Orientierung gibt es das DVB-T2 HD-Logo, das Geräte kennzeichnet, die für DVB-T2 HD geeignet sind. Details in der Rubrik "DVB-T2 HD-Gerätelogo"
 
Starttermin

Am 31. Mai 2016 beginnt die erste Stufe der Umstellung auf DVB-T2 HD mit sechs Programmen (Das Erste HD, ZDF HD, RTL HD, ProSieben HD, Vox HD, Sat.1 HD) in jeweils einem zusätzlichen Multiplex in 18 Ballungsräumen (Projektbüro). Dazu gehören Bremen/Unterweser, Hamburg/Lübeck, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover/Braunschweig, Magdeburg, Berlin/Potsdam, Jena, Leipzig/Halle, Düsseldorf/Rhein/Ruhr, Köln/Bonn/Aachen, Rhein/Main, Saarbrücken, Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg und München/Südbayern (Karte download). Dort sind Dank 36 umgerüsteter Sendestandorte u.a. die Fußball-EM und die Olympischen Sommerspiele in HDTV über Antenne zu sehen (Pressemitteilung Media Broadcast). In den anderen Multiplexen wird weiterhin wie bisher DVB-T gesendet. Andere Programme folgen dann mit dem Regelbetrieb von DVB-T2 HD ab Frühjahr 2017: Von Region zu Region wird der Umstieg in mehreren Schritten erfolgen. ARD und ZDF haben vereinbart, bis Mitte 2019 komplett von DVB-T auf DVB-T2 HD umzusteigen (Zeitplan). Seit Oktober 2014 laufen schon Pilotprojekte in Testgebieten wie Berlin und München sowie seit Sommer 2015 auch in Köln/Bonn.
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