DVB-T2 HD: das bessere Antennenfernsehen kommt!

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Rund 3,4 Millionen TV-Haushalte* in Deutschland nutzen DVB-T über Haus-, Außen- bzw. Zimmerantenne oder unterwegs. Da der Rundfunk künftig für die Übertragung via Antenne weniger Frequenzen nutzen kann als bisher und über DVB-T keine Programme in HD-Qualität übertragen werden, ist eine Modernisierung notwendig – DVB-T2 HD kommt!
(*Quelle: Digitalisierungsbericht 2016 der Landesmedienanstalten)

Wen betrifft’s?
Alle Fernsehhaushalte, die Fernsehprogramme über DVB-T empfangen - über Fernseher, Tablets, Notebook etc., stationär oder mobil. TV-Haushalte mit Kabel-, Satelliten, oder IPTV-Anschluss sind von der Umstellung nicht betroffen – sofern sie nicht parallel DVB-T nutzen, etwa an einem Zweitgerät oder unterwegs.

Was bringt’s?
Kurz gesagt bringt DVB-T2 HD den Zuschauern mehr Programme (rund 40) in deutlich besserer Bildqualität (HDTV) in mehr Regionen. Dafür benötigen Verbraucher allerdings neue Empfänger – entweder als extra Beistellgerät (Set-Top-Box), oder integriert in einem Fernseher. Denn DVB-T2 HD setzt auf einen neuen digitalen terrestrischen Standard für Fernsehen (DVB-T2) und ein neues Verfahren zur effizienten Übertragung der Programme (HEVC).

Wann geht’s los?
Seit Mai 2016 läuft bereits die erste Phase der Umstellung in Ballungsgebieten mit sechs Sendern. Am 29. März 2017 wird in den Ballungsregionen von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. Zeitgleich endet damit mehrheitlich die Verbreitung der Programme im bisherigen DVB-T Standard. Regional wird der Umstieg anschließend in mehreren Schritten erfolgen und soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. 

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FragenundAntworten

 

 

 

 

Neue Geräte für ein neues Fernseherlebnis

Generell gilt: Die bisherigen DVB-T-Geräte (Set-Top-Boxen und Fernseher) können den neuen Standard DVB-T2 HD nicht empfangen. 

Dazu wird ein DVB-T2 HD-Receiver benötigt – entweder als externes Gerät oder integriert in einem Fernseher. Es lohnt sich jetzt schon umzusteigen, denn in vielen Ballungsgebieten sind bereits DVB-T2 HD Sender auf Sendung. Die neuen Empfänger sind abwärtskompatibel, können also auch die bisherigen DVB-T-Programme darstellen.Die bisher für den DVB-T-Empfang verwendeten Zimmer-, Außen- oder Dachantennen können prinzipiell weiterverwendet werden.

Das gilt auch für alle Fernsehgeräte. Allerdings sollte es ein HDTV-Flachbildschirm ein, idealerweise mit Full HD-Auflösung. Nur so kommt man in Genuss dervollen HD-Auflösung 1080p. Falls ein vorhandener Fernseher keinen eigenen Tuner für den neuen Standard eingebaut hat, kann er mit einem Receiver für DVB-T2 HD „fit” gemacht werden. Zum Start des Regelbetriebs am 29. März 2017 sollen auch Geräte für den mobilen Empfang von DVB-T2 verfügbar sein, etwa USB-Sticks für die Nutzung an PCs und Notebooks.

Geratetypen

 

 

 

DVB-T2 Geräte kaufen: Das grüne Logo gibt Verbrauchern Sicherheit
Im Handel gibt es schon zahlreiche Fernseher und Receiver, die für den Empfang von DVB-T2 HD geeignet sind. Ein guter Wegweiser für die Kaufentscheidung ist das grüne DVB-T2 HD Logo. Damit gehen Kunden sicher, dass ein Gerät die technischen Mindestanforderungen erfüllt und alle DVB-T2 HD-Sender empfangen kann – sowohl die öffentlich-rechtlichen, wie auch die privaten. Letztere werden verschlüsselt und gegen Entgelt übertragen (siehe dazu auch unter Programmangebot). Empfangsgeräte mit dem grünen Logo verfügen dafür entweder über ein eingebautes Entschlüsselungs-System (Set-Top-Boxen) oder einen CI-Plus-Schacht (mehrheitlich TV-Geräte) für den Einschub eines externen Entschlüsselungs-Moduls, das ergänzend angeschafft werden muss. Der Austausch von DVB-T-Antennen für DVB-T2 HD-Empfang ist grundsätzlich nicht nötig. Wer neu bei DVB-T2 HD einsteigt oder Alt-Anlagen ersetzen will, kann sich auch für Antennen am DVB-T2 HD-Logo orientieren.

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...und was ist mit der „Röhre“?

Angesichts der deutlich besseren Bild- und Tonqualität von DVB-T2 ist die Weiterverwendung eines Röhrenfernsehers zwar nicht zu empfehlen – möglich ist es. Die DVB-T2 HD Set-Top-Box muss in diesem Fall über einen SCART-Ausgang verfügen. Über diese Schnittstelle lassen sich auch Videorekorder weiter benutzen. Röhrengeräte, ältere Flachbildschirme ohne HD ready- bzw. HDTV- Logo und Videorekorder können allerdings Fernsehprogramme nicht in hochauflösender HD-Qualität anzeigen, aufnehmen oder abspielen.

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Hintergrund: HEVC
Die Abkürzung HEVC steht für „High Efficiency Video Coding“, auch bekannt unter dem Kürzel H.265. HEVC ist der Nachfolgestandard des heute verwendeten Verfahrens H.264 und rund 50 Prozent effizienter bei der Komprimierung audiovisueller Daten für die TV-Übertragung. Durch HEVC können in einem DVB-T2-Kanal deshalb mehr Programme in besserer Qualität verbreitet werden. Deutschland ist damit international Vorreiter. Weltweit ist DVB-T2 schon in vier Dutzend Ländern eingeführt – etwa bei unseren Nachbarn in Österreich. Da Deutschland bisher als einziges Land auf die Kombination aus DVB-T2 + HEVC setzt, funktionieren hier keine DVB-T2-Receiver für andere Länder. Auch ältere DVB-T2-Geräte mit H.264 sind nicht geeignet. Hier gilt ebenso: wer beim Kauf auf das grüne Logo achtet, ist auf der sicheren Seite.

 

40 Sender in HD-Qualität

Aus 6 mach 40: Seit dem 31. Mai 2016 sind die sechs HD-Programme Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF in Ballungsgebieten zu sehen. Ab dem 29. März 2017 werden in vielen Regionen rund 40 Programme ausgestrahlt, überwiegend hochauflösend in Full-HD-Qualität (1080p50). Die DVB-T-Verbreitung endet dann in diesen Gebieten. Eine parallele Ausstrahlung der Sender in Standardauflösung (SD) wird es nicht geben.

Wer ist dabei?
Der Programm-Mix wird je zur Hälfte aus frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Sendern und verschlüsselten privaten Sendern bestehen. Die endgültige Programmbelegung steht noch nicht fest. Mit an Bord werden neben ARD und ZDF weitere bundesweite öffentlich-rechtliche Sender sein (z.B. 3sat, arte usw.), dazu regional Dritte Programme. Aus der Riege der Privatsender sind in jedem Fall die bekannten Sender von RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 dabei.

Empfangbare Programme über DVB-T2 HD Stand September 2016 (Quelle: Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland)

Auszuege Programmbelegung Stand November 2016

Weitere Informationen zum Status und Ausbau des Programmangebots finden Sie beim Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland.

Öffentlich-rechtliche Sender unverschlüsselt, Privatsender verschlüsselt gegen Entgelt
Alle öffentlich-rechtlichen Sender werden – wie bisher bei DVB-T – über den Rundfunkbeitrag finanziert, daher auch weiterhin für Antennen-Zuschauer unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten angeboten. Die überwiegende Mehrheit der Privat-TV-Programme in HD werden verschlüsselt ausgestrahlt und gegen ein Zugangsentgelt freigeschaltet. Das ist vergleichbar mit den HDTV-Angeboten bei Satellit und Kabel bzw. IPTV. Die DVB-T2 HD-Vermarktung der Privatprogramme erfolgt durch den Plattformbetreiber Media Broadcast unter der Marke „freenet TV”: Nach einer 3-monatigen Gratisphase nach dem Start des Regelbetriebs am 29. März 2017 sind 69 Euro pro Jahr zu zahlen (5,75 Euro im Monat). Weitere Informationen dazu erhalten Zuschauer bei freenet TV.

Empfangsgebiete DVB-T2 HD 

Seit dem 31. Mai 2016 werden die Sender Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF im neuen DVB-T2 HD-Standard in Ballungsgebieten ausgestrahlt – parallel zu DVB-T. Am 29. März 2017 erfolgt dann die Umstellung auf DVB-T2 HD, das heißt: hier wird DVB-T abgeschaltet. Nach März 2017 werden sukzessive weitere Regionen mit dem vollen Programmangebot von rund 40 Programmen erschlossen. In einer späteren Ausbauphase wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk zusätzliche Regionen bis Mitte 2019 auf DVB-T2 HD umstellen.

Detaillierte Informationen zum Ausbau des Empfangsgebiets inkl. eines Empfangschecks erhalten Sie beim Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland.

Empfangscheck

Wir unterstützen die Einführung von DVB-T2 HD

Die Deutsche TV-Plattform e.V. klärt zum Übergang von DVB-T auf DVB-T2 HD Handel und Verbraucher auf. Der Verein verwaltet im Auftrag der Landesmedienanstalten die Mindestanforderungen für Empfänger und Antennen und vergibt das Gerätelogo DVB-T2 HD auf Antrag an Hersteller von Fernsehern, Receivern und Antennen. Das Logo gibt Handel und Verbrauchern Orientierung beim Gerätekauf. Mittlerweile hat die Deutsche TV-Plattform über 900 Gerätemodelle von fast 40 Herstellern zertifiziert.

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AntragGeratelogo

AntragAntennenLogo

HandelsinfoLogonutzung


Als Service für Zuschauer und Händler veröffentlicht die Deutsche TV-Plattform die Liste der mit dem grünen Logo zertifizierten DVB-T2 Geräte auf ihrer Webseite. Benutzer können die Geräte nach verschiedenen Kriterien selektieren – etwa Art der Geräte (Fernseher oder Boxen), Marke, Internetfähigkeit, Bildschirmgröße und nach Entschlüsselungssystem (integriert oder per Modul erweiterbar). Die Angabe der EAN-Nummer hilft bei der Suche im Handel. Die Gesamtübersicht bzw. die individuell sortierten Ergebnisse sind auch als PDF-Datei exportierbar. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert.

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