Deutsche TV-Plattform
Immer mehr Smart-TV-Geräte unterstützen offenen HbbTV-Standard
Interaktives Fernsehen in Deutschland im Aufschwung
Die Smart-TV-Technik umfasst schon längst nicht nur TV-Apps und Internet-Portale: Dank des Standards HbbTV, der bald in jedem Smart-TV implementiert sein wird, sind Fernsehsender in der Lage, das laufende TV-Programm mit weiterführenden Internet-Angeboten zu verbinden (Pressemitteilung). Zuschauer können nach Belieben zwischen der TV-Sendung und dem Web-Dienst hin und her wechseln - per Knopfdruck auf der roten Taste der TV-Fernbedienung. Immer mehr Programmveranstalter nutzen HbbTV und bieten den Zuschauern ein interaktives Fernseherlebnis.
Die Smart-TV-Gerätepopulation in Deutschland wächst rasant: Nach Angaben der GfK Retail & Technology GmbH sind aktuell 15 Mio. Geräte im Markt, die neben Rundfunkempfang auch Inhalte aus dem Internet am TV-Bildschirm darstellen können. Allein in 2012 wurden 6,5 Mio. internetfähige Endgeräte abgesetzt, darunter TV-Flachbildschirme, Empfangsboxen und DVD/Blu-ray-Player. Den größten Anteil bilden Fernsehern mit integriertem Browser - in 2012 war jeder zweite verkaufte TV-Flachbildschirm ein Smart-TV (Grafik). Doch auch herkömmliche Flachbildschirme lassen sich mit Hilfe von Peripheriegeräten zum Smart-TV aufrüsten - einzige Voraussetzung ist eine HDMI-Verbindung. Neben TV-Apps und Medien-Portalen ist der europäische Standard Hybrid broadcast broadband TV (HbbTV) in immer mehr Smart-TV Geräten vorhanden und bietet vielfältige Möglichkeiten für Zuschauer und Dienste-Anbieter.
„Noch nie waren die Chancen für interaktives Fernsehen in Deutschland so groß wie derzeit“, konstatiert Jürgen Sewczyk, Mitglied des Vorstands der Deutschen TV-Plattform: "Die Deutsche TV-Plattform hat von Anfang an die Marktentwicklung rund um Hybrid-TV unterstützt und nicht zuletzt durch intensive Gespräche und Aufklärung im Rahmen der Arbeitsgruppe Smart-TV aktiven Anteil am Branchenerfolg des Standards HbbTV. Dieser wurde übrigens von zahlreichen Mitgliedern des Vereins mit entwickelt, die sich zum internationalen HbbTV-Konsortiums zusammengeschlossen haben".
150 Teilnehmer diskutierten beim 22. Symposium über "Wie viel TV verträgt das Internet?"
Mehr TV via Internet – aber nur bei mehr Breitband für Kunden
Im Mittelpunkt des 22. Symposiums der Deutschen TV-Plattform stand am 27. Februar 2013 beim Bayerischen Rundfunk in München die Frage "Wie viel TV verträgt das Internet?". Experten untersuchen in sechs Vorträgen und einer Podiumsdiskussion Chancen und Grenzen des Internet für die Verbreitung von Fernsehen und anderen Bewegtbildinhalten. Einen Überblick zu dieser Fachtagung bietet das entsprechende Web-Special in diesem Internetauftritt.
Die IP-basierte Verbreitung von Fernsehen und anderen Bewegtbild-Angeboten kann durch einen sinnvollen Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland deutlich gesteigert werden. Durch eine intelligente Kombination mit den klassischen Rundfunkempfangswegen Satellit, Kabel und Antenne wächst für die Verbraucher die Vielfalt der Inhalte und die Freiheit der Nutzung, insbesondere für neuartige Endgeräte. Das ist laut einer Pressemitteilung das Fazit des 22. Symposiums der Deutschen TV-Plattform, das am 27. Februar 2013 mit rund 150 Teilnehmern beim BR in München stattfand.
Als eine „hochinteressante Fragestellung“ bezeichnete Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) in seinem Grußwort die Tagung und gab seiner Erwartung Ausdruck, dass sie zu einem Ausgleich der Interessen von Inhalte-Anbietern und Netzbetreibern beiträgt. Mit Gerhard Schaas, Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform, stimmte er darin überein, dass es für Zukunftslösungen eines Dialogs aller Beteiligten bedarf. Als „vierten“ Verbreitungsweg für TV und Video sowie Ergänzung zu den klassischen Wegen bezeichnete Prof. Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin Produktion und Technik des Bayerischer Rundfunks, das Internet. Die sich wandelnde Fernsehnutzung und die Konvergenz der Geräte erforderten, dass sich auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk umorientiere und an der Entwicklung teilhabe.
„Die Bereitstellung von audiovisuellen Inhalten in HD-Qualität für ein großes Publikum über IP-Infrastrukturen mit einer ausreichenden Service-Qualität auch für große Bildschirme ist keine kleine Herausforderung“, erklärte Andre Prahl von der Mediengruppe RTL Deutschlandund, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen TV-Plattform und Tagesmoderator des Symposiums: „Schließlich müssen nicht nur die technischen Voraussetzungen erfüllt sein, sondern es müssen auch die kommerziellen Rahmenbedingungen für Netzbetreiber, Inhalteanbieter und Konsumenten tragfähig und Massenmarkt-tauglich sein".
Neue Publikationen für Verbraucher und Experten
White Book Smart-TV nun auch in Englisch
Die Deutsche TV-Plattform klärt mit einer Reihe neuer Publikationen zu Schwerpunktthemen des digitalen Fernsehens wie Smart-TV, HbbTV und vernetzten Geräten auf - sowohl Verbraucher wie auch Experten. Über den aktuellen Trend zu UltraHD findet man auch im neuen Einkaufsberater "Heimkino" erste Informationen und die aktuelle Fachpublikation „White Book Hybrid-TV / Smart-TV“ liegt nun auch in englischer Version vor (Pressemitteilung - deutsch/englisch).
Branchentreffs und Medienkongresse nutzt die Deutsche TV-Plattform regelmäßig, um sich neben Ständen, Vorträgen und Panels auch mit aktuellen Publikationen über aktuelle Entwicklungen beim digitalen Fernsehen zu beteiligen. So demonstrierte der Verein bei der IFA 2012 an seinem Stand im TecWatch (Halle 11.1) in Berlin interaktives Fernsehen, konkret die Verbindung von Rundfunk und Internet in hybriden CE-Geräten. Bei Live-Vorführungen konnten Zuschauer die einfachen Nutzung von interaktivem Fernsehen mit dem HbbTV-Standard durch Drücken der roten Farbtaste auf der TV-Fernbedienung (Red-Button-Funktion) selbst ausprobieren. Passend dazu gab es den neuen Flyer "Interaktives Fernsehen: HbbTV auf Smart-TV-Geräten" . Die Broschüre "Hybrid-TV" bot einen umfassenden Überblick zu Geräten und Diensten und der neue Pocket Guide "Vernetzte Geräte" konnte als Einkaufsberater mitgenommen werden. Für Fachleute ist besonders die neue Version 2.0 des "White Book Hybrid-TV/Smart-TV" interessant, die es seit März 2013 auch in Englisch gibt.
Inzwischen ist auch ein neuer Einkaufsberater als Pocket-Guide "Heimkino“ erschienen. Die zehnte Ausgabe in der Reihe der bewährten Broschüren klärt auf 16 Seiten über die Einrichting eines Heimkinos auf und gibt u.a. erste Informationen zu UltraHD. In Kapiteln über die richtige Anlage, den Flachbildschirm oder Projektor, den Sound sowie die Programmquellen erfahren die Leser alles, was das große Kino zuhause ausmacht - als markenneutrale Informationen für Handel und Verbraucher. Bei den Einkaufsberatern kooperiert die Deutsche TV-Plattform mit Partnern und Mitgliedern wie der gfu - Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH und dem Fachverband Consumer Electronics im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) sowie dem Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT).









