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"Deutschland wird digital – Sind wir (um)gerüstet?"

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Zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung über die Analog-digital-Umstellung beim Satelliten-Fernsehen bis zum 30. April 2012 luden die Deutsche TV-Plattform, die gfu - Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik und der hightech presseclub ein. Unterstützt wurde das Presseevent zum Thema „Deutschland wird digital – Sind wir (um)gerüstet?“ vom ZVEI - Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Es fand am 29. November 2011 abends im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin statt.


"Es ist 5 vor 12 für den Umstieg auf Digital-TV" stellten Experten von Deutscher TV-Plattform, gfu und hightech presseclub bei der Informationsveranstaltung im ARD-Hauptstadtstudio am 29. November fest. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung waren die wichtigste Befunde 150 Tage vor der Umstellung: 

•    Bei den Privathaushalte muss das Digitalisierungstempo zunehmen.
•    Bei Hotels, Krankenhäuser und Wohnanlagen besteht Handlungsbedarf, denn 40 Prozent der Betroffenen wissen nicht was zu tun ist.
•    HDTV ist ein Verkaufsschlager: 2011 werden erstmals doppelt so viele HD-Sat-Receiver verkauft wie Empfänger für digitales Standard Sat-TV und
      generieren mit 410 Mio. Euro
fünfmal so viel Umsatz wie SD-Receiver.
 
In gruppe-kleinHunderttausenden von Wohnzimmern sowie in vielen Hotels, Krankenhäusern und Wohnanlagen drohen am 30. April 2012 schwarze Bildschirme, wenn nicht rechtzeitig auf digitalen Satellitenempfang umgestellt wird, warnten die gfu, die Deutsche TV-Plattform und der hightech presseclub im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung zum Stand der Analogabschaltung in Deutschland. Zwar wissen viele Betroffene inzwischen über die bevorstehende Umstellung Bescheid, handeln aber noch nicht in ausreichendem Maße. Das trifft insbesondere auf viele Betreiber analoger Gemeinschaftsanlagen zu, wie eine aktuelle Studie der Deutschen TV-Plattform zeigt.

Brigitte Busch, Leiterin Kommunikation und Marketing ARD Digital: „Der Bekanntheitsgrad der Analogabschaltung ist seit der ersten Aktionswoche der TV-Sender im April diesen Jahres mit 80 bis 90 Prozent sehr hoch, die betroffenen Zuschauer sind sehr gut informiert. Dennoch bleibt es absolut erforderlich, unser Publikum weiter zu erinnern und  Service und Hilfestellung anzubieten. Denn der „harte Kern“ der Betroffenen ist aufgrund der soziodemografischen Merkanalogabschaltung-zvei-kleinmale und einer geringen Technikaffinität nur schwer zum Umstieg zu bewegen. Wir benötigen nach wie vor gemeinsame intensive Anstrengungen aller Medien, um möglichst viele Zuschauer rechtzeitig mit in die digitale Welt zu nehmen."

Dass sich der schnelle Umstieg auch sofort durch ein besseres Fernseherlebnis bezahlt macht, verdeutlichte Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu: "Schon zum Jahresende 2011 verabschieden sich die TV-Sender DMAX, Comedy Central, Nickelodeon und Viva vom analogen Satelliten. Digitales Fernsehen steht neben einer großen Programmauswahl auch für eine bessere Bild- und Tonqualität sowie hoch auflösendes Fernsehen". Bereits jetzt werden 36 HDTV-Sender über Satellit ausgestrahlt. Mit dem Ausstieg aus der analogen Verbreitung schalten die öffentlich-rechtlichen Sender am 1. Mai 2012 gleich zehn neue HDTV-Kanäle auf.

Wolfgang Elsäßer, Mitglied des Vorstands der Deutschen TV-Plattform und Geschäftsführer von ASTRA Deutschland, stellte eine aktuelle Studie der Deutschen TV-Plattform zu Kenntnisstand und Handlungsbereitschaft der Anlagenbetreiber in Hotels, Krankenhäuser und Wohnanlagen vor – mit teils dramatischen Ergebnissen. Ein Viertel der Anlagen arbeiten noch mit analoger Technik. Die Hälfte der Befragten kannte das Abschaltdatum nicht. Ein Drittel der Betreiber analoger Anlagen wusste nicht, dass sie von der Umstellung betroffen sind. Rund 40 Prozent der Betroffenen wussten nicht, welche Maßnahmen sie ergreifen sollten. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Besonders frappierend sind die Defizite in der Hotelbranche", sagte Elsäßer. Details wurden in einer speziellen Pressemitteilung der Deutschen TV-Plattform dargestellt.

analogabschaltung-publikum-kleinDer Wunsch der Konsumenten nach High-Definition-Qualität ist offenkundig. Gemäß einer Prognose von gfu und GfK Retail & Technology werden 2011 doppelt so viele HD-Sat-Receiver verkauft wie Empfänger für digitales Standard Sat-TV und generieren mit 410 Millionen Euro fünfmal so viel Umsatz. Nach Angaben der gfu werden zum Jahresende rund 20 Millionen Fernsehgeräte mit HD-Tuner und rund elf Millionen HD-Set-Top-Boxen in den deutschen Haushalten stehen. Dass die Umrüstung in den meisten Fällen leicht ist, verdeutlichte Herbert Strobel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Satellit & Kabel und Geschäftsführer ASTRO Strobel Kommunikationssysteme GmbH: "Vielfach reicht der Tausch der analogen Satelliten-Empfangsbox gegen eine digitale. Sinnvoll für den Kunden ist in diesem Zusammenhang aber die Überlegung, den Umstieg gleich für die Umstellung auf das zukunftstaugliche HDTV zu nutzen." Anders sieht es bei den Betreibern von Gemeinschaftsanlagen aus. Die Umrüstung der Kopfstellen ist wesentlich aufwändiger. „Wir empfehlen allen Anlagenbetreibern, unmittelbar zu handeln, denn die winterlichen Witterungsbedingungen erschweren in den nächsten Monaten die Arbeiten auf dem Dach. Wer zu lange wartet, wird zudem mit Termin-Engpässen bei den Installationsbetrieben konfrontiert", erklärte Herbert Strobel. 

Ob der eigene Haushalt von der Umstellung betroffen ist, lässt sich schnell und einfach auf der Videotextseite 198 u.a. bei den Programmen Das Erste, ProSieben, RTL, Sat.1 oder ZDF herausfinden. Schon zum Jahreswechsel werden einige private TV-Sender aus der analogen Satelliten-Verbreitung aussteigen. In der Nacht zum 30. April 2012 beenden dann auch die großen TV-Sendergruppen (ARD, Mediengruppe RTL, ProSiebenSat.1 und ZDF) bundesweit das Zeitalter der analogen Satellitenübertragung. Umfassende Informationen und Aufklärung sowie hilfreiche Materialien gibt es u.a. in einem Special der Deutschen TV-Plattform in diesem Webauftritt.
 
Die Vorträge der Gemeinschaftsveranstaltung vom 29. November gibt es auf der Seite "Programm".

 

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