AG Smart Media startet Initiative zur Harmonisierung von Metadaten

2c MetadatenMetadaten werden immer wichtiger. Sie steuern Funktionen wie etwa Jugendschutzvorsperren, als zentraler Bestandteil der Programmkommunikation entscheiden sie mit, ob Programme gefunden werden oder nicht. Der großen Relevanz des Themas für Programmanbieter stehen hohe Herausforderungen gegenüber, zum Beispiel durch verschiedene User-Interfaces und unterschiedliche Textlängen. Die Datenpflege ist durch die heterogenen Anforderungen der Anbieter und Recommendation-Engines derzeit zum Großteil nur manuell möglich. Die Arbeitsgruppe Smart Media startet jetzt eine Initiative um zu prüfen, ob und wieweit Konventionen für Steuerdaten und programmbegleitende Informationen harmonisiert werden können.


5,7 Mio. Smart-TV-Geräte 2016 verkauft 

Laut GfK Retail & Technology wurden 2016 in Deutschland 5,7 Mio. Smart-TV-Geräte verkauft. Davon entfielen 4,4 Mio. auf smarte TV-Geräte, 1,3 Mio. auf Digitalreceiver, DVD- und Blu-Ray-Player. Von 2004 bis 2016 wurden damit insgesamt 31,4 Mio. Smart-TV-Geräte abgesetzt. 75 Prozent (4,3 Mio.) aller 2016 sind HbbTV-fähig. Bei den TV-Displays liegt dieser Anteil bei 91 Prozent (4,3 Mio.).  

 

SmartTVGeraete2016

 

AbsatzSmartTV2004 2016

 

 

SmartTVGeraetemitHbbTV2016

 

 

AnteileSmartHbbTV2016

 


Digitalisierungsbericht 2016: Jüngere Zuschauer nutzen mehr VoD als lineares TV

digitalisierungsbericht 2016 coverDer Digitalisierungsbericht 2016 der Medienanstalten zeigt, dass Fernsehen nicht in allen Bevölkerungsgruppen unangefochtener Spitzenreiter in puncto Mediennutzung ist. In den jüngeren Zielgruppen 14-19 und 20-29 Jahre entfällt weniger als die Hälfte des Konsums bewegter Bilder auf das klassische Fernsehen. In diesen Altersgruppen liegt Video-On-Demand (VoD) mit 41 bzw. 34 Prozent bereits auf Augenhöhe mit der TV-Nutzung. Dabei wird VoD von YouTube und den Mediatheken (HbbTV) dominiert: Sie werden aktuell bereits von rund 26 Prozent der Personen über 14 Jahren genutzt. Deutlich auf dem Vormarsch sind auch die Online-Abrufangebote von Amazon und Netflix. Bereits ein Fünftel der Deutschen nutzt diese Services, in der Altersgruppe der 14-29-Jährigen mit 46,4 Prozent bereits fast die Hälfte. Der Erhebung von TNS Infratest zufolge konnte Amazon Video die Zahl seiner regelmäßigen Nutzer im Jahresvergleich um rund 50 Prozent steigern, Netflix sogar um 150 Prozent. Insgesamt schauen die Nutzer von Onlinevideotheken deutlich weniger klassisches Fernsehen als der Bevölkerungsdurchschnitt.


Gfu-Studie Insight + Trends Juli 2016

gfu it night2014gfu kamp 2016Nach einer repräsentativen, europaweiten Studie aus dem Mai 2016 im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH ist Smartes Fernsehen am deutschen Markt etabliert. Smarte Anwendungen werden von Kunden verstärkt nachgefragt und genutzt. Mittlerweile steht in jedem zweiten deutschen Haushalt ein Smart-TV (2016: 53 %, 2015: 42 %). Die Anschlussquote ist von 70 auf 74 Prozent und die tatsächliche Nutzung von 73 auf 78 Prozent gestiegen. Fazit der gfu: Smartes Fernsehen wird in 31 Prozent der deutschen Haushalte genutzt. Besonders beliebt sind Mediatheken (58 %), Videoclips wie YouTube (56 %) und Video on Demand (48 %) klar vor anderen Smart-Services wie Online-Fotoalben, soziale Netzwerke und Online-Spielen. Die Furcht vor Datenmissbrauch als Hinderungsgrund ist von 18 auf 13 Prozent gesunken. Eine attraktive Anwendung von Smart-TV erreicht man über die rote Taste der Fernbedienung: Im laufenden Programm eines Fernsehsenders drückt man auf die rote (Teletext)-Taste und der Internet-Zusatzdienst des jeweiligen Programmveranstalters startet. So erhält man Zugriff auf Mediatheken, Videos auf Abruf, Nachrichten und andere Informationen im modernen Gewand, manchmal auch Abstimmungs- und Mitmach-Aktionen oder Spiele. Basis dieser Dienste ist der Standard „Hybrid broadcast broadband TV“ (HbbTV). Die Spezifikation HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV) ist seit Mitte 2010 standardisiert und wird von einem europäischen Konsortium weiterentwickelt, an dem etliche Mitglieder der Deutschen TV-Plattform aktiv beteiligt sind. Die Stärke der Arbeitsgruppe liegt darin, gemeinsam zu diskutieren welche Bestandteile des neuen Standards HbbTV 2.0 zu welcher Zeit marktreif sind, um dann mit entsprechenden Angeboten auf den Endgeräten vom Zuschauer genutzt werden zu können. Mittlerweile verfügt die Mehrzahl der Smart-TV-Geräte in Deutschland über HbbTV-Funktionen und etliche Sender bieten entsprechende Zusatzdienste an. 


Zusatzdienste per roter Taste

hbbtv logo neuEine attraktive Anwendung von Smart-TV erreicht man über die rote Taste der Fernbedienung: Im laufenden Programm eines Fernsehsenders drückt man auf die rote (Teletext)-Taste und der Internet-Zusatzdienst des jeweiligen Programmveranstalters startet. So erhält man Zugriff auf Mediatheken, Videos auf Abruf, Nachrichten und andere Informationen im modernen Gewand, manchmal auch Abstimmungs- und Mitmach-Aktionen oder Spiele. Basis dieser Dienste ist der Standard „Hybrid broadcast broadband TV“ (HbbTV). Die Spezifikation HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV) ist seit Mitte 2010 standardisiert und wird von einem europäischen Konsortium weiterentwickelt, an dem etliche Mitglieder der Deutschen TV-Plattform aktiv beteiligt sind. Die Stärke der Arbeitsgruppe liegt darin, gemeinsam zu diskutieren welche Bestandteile des neuen Standards HbbTV 2.0 zu welcher Zeit marktreif sind, um dann mit entsprechenden Angeboten auf den Endgeräten vom Zuschauer genutzt werden zu können. Mittlerweile verfügt die Mehrzahl der Smart-TV-Geräte in Deutschland über HbbTV-Funktionen und etliche Sender bieten entsprechende Zusatzdienste an.


HbbTV 2.0

etsi logoDie Spezifikation von HbbTV 2.0 steht bei dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen ETSI unter dem Eintrag TS 102 796 V1.3.1 im Verzeichnis. Die HbbTV-Version beinhaltet zahlreiche Möglichkeiten und Erweiterungen wie z. B. Second-Screen Support, HTML5 und unterstützt fortgeschrittene Videotechnologien wie Ultra HD und den Kompressionsstandard HEVC (High Efficiency Video Coding. Enthalten sind auch zwei Kapitel zu "Privacy" und "Security", die Sicherheit und Verbraucherschutz erhöhen sollen. HbbTV erlaubt TV-Veranstaltern, ihre Programme um internetbasierte Angebote zu ergänzen, die durch die rote (Teletext-)Taste auf der TV-Fernbedienung bei Smart-TVs abgerufen werden können. Der HbbTV-Standard wird unter Beteiligung von Mitgliedern der Deutschen TV-Plattform kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt die App-Portale von Smart-TV-Hersteller um eine globale und offene Plattform. Der Standard wird nach Angaben der HbbTV-Organisation bereits in 20 Ländern von hunderten Sendern verwandt und läuft weltweit auf Millionen smarten Empfangsgeräten. 


Apps auf dem Fernseher

Viele TV-Geräte bieten - einmal per Kabel oder WLAN mit dem Internet verbunden - ein eigenes Portal mit zahleichen, oft vorinstallierten Applikationen, etwa aus den Bereichen Filme & Serien, Nachrichten & Wetter, Sport, Spiele oder Shopping. Weitere TV-Apps lassen sich aus den „App-Stores“ auswählen, die laufend aktualisiert und ergänzt werden, und auf das eigene TV-Portal herunterladen. So kann sich jeder seine eigene App-Sammlung im TV-Gerät anlegen. Sehr beliebt sind Over the Top-Angebote (OTT) wie die kostenlose Internet-Plattformen YouTube oder die zahlreichen Video-on-Demand-Dienste (Amazon Prime, Netflix, Maxdome, Videoload etc.). Das zeigt auch eine repräsentative Umfrage der gfu – Consumer & Home Electronics GmbH von 2015, wonach 58 Prozent der Zuschauer Mediatheken, 53 Prozent Videoclips und 41 Prozent VoD nutzen. Zuschauer können die Filme und teils exklusive Serien entweder per TV-App oder über Zusatzgeräte auf ihren Fernseh-Bildschirm holen. Dank Boxen und Sticks werden selbst ältere TV-Flachbildschirme zum Smart-TV. 


Neue Bewegtbild-Vielfalt - sicher und geschützt nutzen

sicherheit 2Das Vertrauen der Nutzer in vernetzte Endgeräte und Dienste ist ein zentrales Anliegen aller Akteure beim smarten Fernsehen. Dazu gehören Hersteller von Endgeräten, Programmveranstalter und App-Anbieter. Da viele von ihnen in der Deutschen TV-Plattform organisiert sind, haben sie sich gemeinsam zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Nutzerdaten und der Sicherheit von Geräten und Diensten bei Smart-TV bekannt. Grundprinzip ist auch, dass die Nutzer die Hoheit über ihre persönlichen Daten haben und über Datenflüsse sowohl bei Geräten wie auch Diensten individuell selbst entscheiden können. Dazu gibt es diverse Einstellmöglichkeiten, auf die auch die Deutsche TV-Plattform in ihrer Broschüre "Wegweiser smartes Fernsehen" hinweist. Zu einem besseren Verständnis der Mechanismen gibt es ebenfalls ein entsprechendes Kapitel in der "Marktanalyse Smart-TV".


Neue EU-Datenschutz-Grundverordnung ab 2018

EU logoNach vierjähriger Arbeit haben Mitte April 2016 alle EU-Institutionen der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung zugestimmt, die damit nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft tritt (Press release). Bis 2018 müssen die Mitgliedstaaten die europäische Verordnung bei sich umsetzen. Für Deutschland bedeutet das, dass die bislang über mehrere Bundes- und Landesgesetze verstreuten Regelungen angepasst und vereinheitlicht werden. In einer ersten Stellungnahme hat der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) begrüßt, dass künftig für alle in Europa tätigen Unternehmen einheitliche Datenschutzregeln gelten sollen. Allerdings bedauert der Verband, dass es nicht gelungen ist, die Verordnung konkreter und damit zukunftstauglich sowie rechtssicher auszugestalten. Viele Generalklauseln, insbesondere zur Datenverarbeitung ohne vorherige Einwilligung, seien nur sehr allgemein gehalten und stünden damit unter einem Interpretationsvorbehalt durch die nationalen Datenschutzbehörden. Private Rundfunk und Telemedien bräuchten Nutzungsmessung und Zielgruppenansprache für die Refinanzierung, was durch die in der EU-Verordnung vorgesehenen Dokumentations-, Melde- und Genehmigungspflichten einen hohen bürokratischen Aufwand für Unternehmen bedeuten könnten. Es sei fraglich, inwieweit diverse Informations- und Begründungspflichten zu einem praktikablen Datenschutz beitragen würden.