...kurze Erklärungen zu wichtigen Begriffen und Abkürzungen der digitalen audiovisuellen Medien. Weitere Hintergrundinformationen zu Standards, Technik und Technologien finden Sie auch in den Kategorien des Menüs Digitales Fernsehen. Zum hoch auflösenden Fernsehen gibt es ein spezielles Angebot von Fragen und Antworten unter „Wissenswertes über HDTV“. Unser Service erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – für Ergänzungen, Fragen und Anmerkungen kontaktieren Sie die Pressestelle.
CA
Abkürzung für Conditional Access (wörtlich: bedingter Zugang). CA-Module und -Systeme kommen bei verschlüsselten Programmsignalen zum Einsatz. Mittels Einsteck-Karten, auf denen Codes gespeichert sind, können so diese Signale entschlüsselt werden.
CA-Modul (CAM)
Mit einem CAM wird die Verschlüsselung von Programmsignalen im Empfänger wieder rückgängig gemacht. Das Modul ist entweder im Empfänger (z.B. Set-Top-Box -STB) integriert oder lässt sich über die Schnittstelle CI oder CI+ von außen einstecken.
CA-System (CAS)
CA-Systeme kommen beim Bezahlfernsehen (Pay-TV) zum Einsatz und stellen sicher, dass die Entschlüsselung des verschlüsselt übertragenen Fernsehsignals erfolgt, wenn der Nutzer die richtige Smart Card zur Verfügung hat.
CE-HTML
HTML (Hypertext Markup Language) ist eine Programmiersprache, mit der Internetseiten auf einem Computer (PC, Laptop, Notebook, Netbook, Tablet) dargestellt werden können. Sollen diese Inhalte auf dem TV-Bildschirm nutzbar sein, ist eine Anpassung an die bei Geräten der Unterhaltungselektronik (Consumer Electronics - CE) verwendete Darstellungstechnik nötig. Das erfolgt mit Hilfe der als CE-HTML bezeichneten Variante.
Chrominanz
Farbinformation der Bildpunkte (Pixel) eines Fernsehbildes.
CI / CI Plus
Abkürzung für Common Interface (wörtlich: allgemeine Schnittstelle). Diese standardisierte Schnittstelle erlaubt es bei TV-Geräten und Set-Top-Boxen verschiedene CA-Module zu verwenden. Inzwischen ist auch CI Plus als Weiterentwicklung von CI verfügbar.
Codierung
Bei digitaler Kommunikation legt ein Code fest, wie ein Signal übertragen, gespeichert, weitergeleitet/übertragen und empfangen wird. Beim digitalen Rundfunk unterscheiden sich Hörfunk und Fernsehen wie auch die einzelnen Übertragungswege Kabel, Satellit und Terrestrik und breitbandige Telefonleitung durch unterschiedliche Codierung.
DAB / DAB+
DAB steht für Digital Audio Broadcasting und bedeutet digitaler Hörfunk. Es handelt sich um einen Übertragungsstandard für die digitale terrestrische Verbreitung von Hörfunk, mit dem UKW abgelöst werden sollte. Inzwischen gibt es den Standard DAB+ mit einem anderen Signal-Kodierungsverfahren, der auch bei niedrigen Bitraten gute Qualität erlaubt.
Datenrate
siehe: Bitrate
Dekoder/Decoder
Technische Funktionseinheit, die codiert übertragene Signale wieder in die ursprüngliche Form wandelt (konvertiert). Bildet oft eine Einheit mit einem Kodierer (Encoder).
De-Interlacing
Bezeichnet einen Verarbeitungsschritt beim digitalen Fernsehen, bei dem aus Signalen für Halbbilder im Fernsehgerät wieder Vollbilder entstehen. Der Prozess kann jedoch nie perfekt durchgeführt werden, weshalb als Artefakte bezeichnete Bildfehler auftreten können.
Descrambler
Elektronische Vorrichtung im Fernsehgerät (oder als Zusatzgerät zum Fernsehgerät), mit der verschlüsselt gesendete oder in Teile zerlegte Signale beim Empfang wieder richtig zusammengefügt werden. Für Pay-TV ist ein funktionstüchtiges Scrambling-/Descrambling-System eine wichtige Voraussetzung. Nur wer eine besonderes Entgelt bezahlt, kann die verschlüsselten Bilder empfangen und störungsfrei wiedergeben.
Digital Rights Management
Es handelt sich um ein technische Verfahren zur digitalen Rechteverwaltung, mit denen die Anbieter digitaler Medien (Musik, Video, Software, e-Books) deren Nutzung und Verbreitung kontrollieren können. Mittels DRM kann z. B. genau festgelegt werden, wie oft und mit welchen Geräten z. B. Audio- oder Videodateien abgespielt oder kopiert werden dürfen.
Digitext
Digitext ist die Abkürzung für Digitaltext, unter der man die moderne Form des Teletextes/ Videotextes beim digitalen Fernsehen versteht. Dabei kann es sich um SDTV und HDTV handeln. Für den Abruf und die Darstellung von Digitext benötigt das TV-Empfangsgerät (wie Set-Top-Box oder Flachbildschirm mit integriertem Empfangsteil) einen Breitbandanschluss für das Internet und einen geeigneten Browser.
Display
Sehr breit benutzter Begriff für Anzeigevorrichtungen, von der einfachen numerischen Anzeige auf dem Taschenrechner über den Computer-Bildschirm bis zum großen Fernseh-Bildschirm.
DMB
Digital Multimedia Broadcasting ist ein digitales Übertragungsverfahren für Audio- und Videoinhalte zusammen mit anderen Inhalten wie Texten und basiert auf DAB. DMB ist vor allem für Mobilgeräte gedacht und kann terrestrisch oder per Satellit verbreitet werden.
Dreidimensionales Fernsehen
s. 3DTV
DRM/DRM+
Steht für Digital Radio Mondiale (wörtlich: weltweites Digitalradio) und ist für digitalen Hörfunk in den Frequenzbereichen Kurz-, Mittel- und Langwelle entwickelt worden. Es können auch Daten zusätzlich zu Ton übermittelt werden. Die Weiterentwicklung DRM+ ist ein Standard auch für den UKW-Bereich.
DVB (-C, -S, -T,-H)
Digital Video Broadcasting ist die Sammelbezeichnung für digitales Fernsehen und umfasst eine ganze Familie von Standards für die verschiedenen Fernsehübertragungswege Kabel (C), Satellit (S), Terrestrik (T) sowie die Verknüpfung mit anderen digitalen Bewegtbildverfahren und Medien. H steht für Handheld – also den TV-Empfang an Handys.
DVI
Abkürzung für „Digital Visual Interface“. Bezeichnet eine standardisierte Schnittstelle für digitale Videodaten. Über diesen Weg kann zum Beispiel eine Set-Top-Box (STB) an einen Flachbildschirm angeschlossen werden.
Halbbilder
Das analoge und zum Teil auch das digitale Fernsehen arbeitet historisch bedingt und wegen begrenzter Frequenzen bislang nicht wie die herkömmliche Fotografie oder Kinematographie mit Vollbildern, sondern nur mit Halbbildern. Das heißt, jedes einzelne Vollbild wird aufgeteilt in zwei Halbbilder, im Zeilensprungverfahren übertragen und beim Empfang wieder in ein Vollbild zusammengesetzt. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".
HbbTV
Die Abkürzung steht für „Hybrid Broadcast Broadband Television“ und bedeutet die hybride Nutzung des Fernsehgerätes für Fernsehen und Internet. Es handelt sich bei HbbTV um einen europäischen Standard.
HDCP
Steht für „High Bandwidth Digital Content Protection“, was Schutz digitaler Inhalte mit hoher Auflösung bedeutet. Es handelt sich um ein Verfahren, das unerlaubtes Kopieren von Videos und Fernsehsendungen mit hoher Bildauflösung (HD-Video und HDTV) verhindert. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".
HD (High Definition)/HDTV
Bezeichnung für die gegenüber dem bisherigen Standard höhere Bildauflösung. HDTV steht für „High Definition Television“ und bedeutet hochauflösendes digitales Fernsehen. Die Bildauflösung beträgt mindestens 1280 x 720, angestrebt wird jedoch 1920 x 1080. Bei normal auflösendem Fernsehen SDTV beträgt die Auflösung nur 720 x 576. Um HDTV empfangen zu können, muss die gesamte Empfangsausrüstung einschließlich TV-Gerät HDTV-tauglich und mit HDMI-Kabeln verbunden sein - siehe "Wissenswertes zu HDTV".
HDMI
Abkürzung für „High Definition Multimedia Interface“, übersetzt etwa: Schnittstelle für multimediale Signale mit hoher Auflösung. HDMI ermöglicht die Verbindung zwischen digitalen Geräten der Unterhaltungselektronik, wobei nicht nur die digitalen Video- und Audiodaten, sondern auch Informationen bezüglich der Urheberrechte übertragen werden. Damit wird sichergestellt, dass der Kopierschutz HDCP funktioniert. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".
HD-Radio
Als konkurrierendes System für digitales Radio zu DAB in den USA entstanden. Technisch wird es auch als "In-band-on-channel" (IBOC) bezeichnet. Praktisch bedeutet es, dass über eine terrestrische Frequenz ein analoges mit zwei digitalen Signalen gemeinsam ausgestrahlt werden, so dass ein analoges Radio- und zwei digitale Radioprogramme empfangbar sind.
HDready
Ein Zertifikat, das von der Organisation der europäischen Unterhaltungselektronik-Hersteller DIGITALEUROPE (früher: EICTA), für hochauflösende digitale Wiedergabegeräte, wie Flachbildschirme und Videoprojektoren (Beamer), als Logo definiert wurde. Geräte mit dem HDready-Logo gewährleisten, dass sie bestimmte technische Anforderungen erfüllen (z.B. Bildauflösung, Bildformat…). Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".
HNED (Home Network End Device)
Ein Home Network End Device bezeichnet Geräte, die die in Satellitentranspondern, Kabelkanälen und terrestrischen Frequenzen gebündelten Datenströme mehrerer Sender wieder in die einzelnen Programme und Anwendungen (Applikationen) umsetzen kann. Diese Geräte werden auch als Set-Top-Boxen bezeichnet, aber da sie nicht mehr auf die Flachbildschirme gestellt werden können, ist die Bezeichnung HNED sinnvoller.
Hundert Hertz(Hz)-Technik
Wird zur Vermeidung von Großflächenflimmern eingesetzt. Dazu speichert man das vom Sender übertragene Bild in einem Speicher und liest es mit doppelter Geschwindigkeit, in einer 50stel Sekunde also zweimal aus. Inzwischen werden auch TV-Geräte mit 200-Hertz-Technik und 600-Hertz-Technik angeboten.
Hybrid
Das aus dem Lateinischen stammende Wort bezeichnet Vermischtes. Durch Digitalisierung und Konvergenz entstehen bei den Medien hybride Angebote und Geräte, bei denen zwei verschiedene Technologien in einem System gemischt werden – etwa Internet-Angebote und TV-Programme.
Hyperband
Ist ein Frequenzbereich von 300 bis 470 MHz für den Fernsehempfang, der in Kabelanlagen zusätzliche Empfangskanäle erschließt. Im Hyperband finden vorzugsweise digitale Fernsehübertragungen statt.
MAZ
Magnetische (Bild-) AufZeichnung im Fernsehstudio. Dort bezeichnet man auch die Aufzeichnungsmaschinen als "MAZ".
Mediathek/Videothek
Eine Mediathek/Videothek ist eine Sammlung von Audio- und Videodateien, die der Nutzer online abrufen kann. Bei Mediatheken handelt es sich primär um gespeicherte Programmbeiträge, während es bei Videotheken vorrangig Filme und Dokumentationen sind.
Der Zugriff auf Mediatheken/Videotheken ist bei hybriden TV-Geräten komfortabel über die Fernbedienung möglich.
Mobil-TV
Mobil-TV bedeutet Fernsehempfang unterwegs, also an beliebigen Stellen. Dabei kann es sich auch um Fahrzeuge handeln. Mobil-TV ist mit dem digitalen Antennenfernsehen (DVB-T) realisierbar. Für Laptops/Notebooks sind auch DVB-T-Sticks im Handel verfügbar. Auch moderne, breitbandige Mobilfunknetze (LTE) sollen Mobil-TV ermöglichen.
Modulation
Bei der Kommunikation bezeichnet das aus dem Lateinischen stammende Wort die Veränderung von Signalen, um sie besser übertragen zu können. Beim analogen Hörfunk bezeichnen AM (für LW, MW, KW) und FM (für UKW) Modulationsverfahren. Besonders digitale Medien und Kommunikation arbeiten mit der Signalumwandlung, die beim Empfang auch eine Demodulation verlangt.
MPEG
Das Kürzel steht für Standards zur Kompromierung
(Datenreduzierung) von bewegten Bildern und von Tönen – entwickelt von
der Motion Pictures Experts Group. MPEG-2 findet heute weltweit in
nahezu allen digitalen Fernsehsystemen Anwendung. Die Weiterentwicklung
MPEG-4 bietet noch höherer Datenkompression und wird besonders bei hoch
auflösendem Fernsehen HDTV angewandt.
Multimedia Home Platform (MHP)
Der MHP-Standard ermöglicht
beim digitalen Fernsehen Zusatzanwendungen zum TV-Programm, darunter
auch multimediale interaktiver Angebote und Dienstleistungen.
Multiplex(ing)
Der vom lateinischen Wort für vielfältig
stammende Begriff bezeichnet Arten der Signalübertragung, bei der
mehrere Programme gebündelt und über einen Weg (Frequenz) übertragen
werden. Beim Empfänger ist dann ein Demultiplexing nötig.