Deutsche TV-Plattform

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Glossary

Only in German
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...kurze Erklärungen zu wichtigen Begriffen und Abkürzungen der digitalen audiovisuellen Medien. Weitere Hintergrundinformationen zu Standards, Technik und Technologien finden Sie auch in den Kategorien des Menüs Digitales Fernsehen. Zum hoch auflösenden Fernsehen gibt es ein spezielles Angebot von Fragen und Antworten unter  „Wissenswertes über HDTV“. Unser Service erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – für Ergänzungen, Fragen und Anmerkungen kontaktieren Sie die Pressestelle.

 

3D
3D-Fernsehen
siehe: 3DTV

3D Full HD
3D-Wiedergabe, bei der die beiden Teilbilder für das linke und rechte Auge eine Bildauflösung von 1920x1080 Bildpunkten aufweisen.

3DTV (dreidimensionales Fernsehen)
Übertragungsverfahren für Fernsehen, mit dem neben der Bildbreite und Bildhöhe auch die Bildtiefe als dritte Dimension dargestellt werden kann.
A
Artefakt
Störeffekt im Bild oder Ton, der durch digitale Signalverarbeitung hervorgerufen wird. Artefakte treten insbesondere bei schnellen Bewegungen an Kanten auf, wenn das Bild mit hoher Datenreduktion gespeichert oder übertragen wird.

Augenabstand
Abstand zwischen den Pupillen beider Augen. Im Durchschnitt beträgt dieser 63 mm und wird auch als interokulare Distanz bezeichnet.

Austastlücke
Zeitraum, während dessen beim Rücklauf des Elektronenstrahls in einer Bildröhre am Ende jeder Zeile und am Ende eines jeden Halbbildes die Übertragung der Bildmodulation unterbrochen (= "ausgetastet") ist.

Autostereoskopischer Bildschirm
Bildschirm, bei dem 3D-Bilder ohne spezielle Brillen betrachtet werden können. Dabei kommt Linsenrastertechnologie oder Barrieretechnologie zum Einsatz.
B
Bildauflösung
Die Bildauflösung bezeichnet die Zahl der Punkte pro Bild, die in Zeilen und Spalten angeordnet sind. Die Bildauflösung wird in Zahl der Bildpunkte pro Zeile x  Zahl der Zeilen pro Vollbild angegeben. Zumeist wird auch die Bildwiederholungsfrequenz angegeben.

Bildwiederholungsfrequenz
Bezeichnet die Häufigkeit der Aufnahme und Übertragung von Bewegtbild. Üblich sind bei Bewegtbild-Angeboten für Kinofilme 24 und beim Fernsehen (TV) 25, 50 oder 60 Bilder pro Sekunde.

Bildwinkel
siehe: Gesichtsfeld

Bit
Die kleinste Informationseinheit bei einem digitalen Signal, abgeleitet von „binary digit“.

Bitrate
Wird auch als Datenrate bezeichnet. Es handelt sich um die Datenmenge, die pro Sekunde über eine leitungsgeführte oder funkgestützte Verbindung übertragen werden kann. Maßeinheiten dafür sind Kilobit pro Sekunde (kbit/s), Megabit pro Sekunde (Mbit/s) oder Gigabit pro Sekunde (Gbit/s).

Black Matrix

Dunkle Beschichtung auf der Innenseite des Fernseh-Bildschirms. Sie bewirkt eine scharfe Trennung der verschiedenen Leuchtphosphore und erreicht damit größere Helligkeit, besseren Kontrast und erhöhte Bildschärfe.

Blu-ray Disc (BD)
Die Blu-ray Disc ist ein optischer Speicher für digitale Medien. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der DVD. Die BD dient primär  zur Speicherung von Beiträgen in hochauflösender Qualität (HD-Qualität).

Breitband
Jeder Internetzugang ist durch eine bestimmte Datenrate für den Downstream (Datenstrom vom Internet zum Nutzer) und den Upstream (Datenstrom vom Nutzer zum Internet) charakterisiert. Die Angabe erfolgt in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und mit hoher Datenrate erhöht sich die Geschwindigkeit der Internetnutzung. Als Breitband werden Datenraten ab 16 Mbit/s bezeichnet, die sich über Telefon- bzw. Kabelanschluss, Satellit oder Mobilfunk erzielen lassen.

Breitbildformat

Bezeichnung für das Fernsehbildformat, bei dem die Bildbreite zur Bildhöhe ein Verhältnis von 16:9 aufweist. Beim bisher gebräuchlichen Fernsehbildformat betrug das Verhältnis 4:3 (was 12:9 entspricht). Inzwischen gibt es auch Flachbildschirme im Kinoformat 21:9.

Byte
Die Maßangabe beschreibt Datenmengen bzw. Speicherkapazitäten digitaler Medien. Acht Bit bilden ein Byte.
C

CA
Abkürzung für Conditional Access (wörtlich: bedingter Zugang). CA-Module und -Systeme kommen bei verschlüsselten Programmsignalen zum Einsatz. Mittels Einsteck-Karten, auf denen Codes gespeichert sind, können so diese Signale entschlüsselt werden.

CA-Modul (CAM)
Mit einem CAM wird die Verschlüsselung von Programmsignalen im Empfänger wieder rückgängig gemacht. Das Modul ist entweder im Empfänger (z.B. Set-Top-Box -STB) integriert oder lässt sich über die Schnittstelle CI oder CI+ von außen einstecken.

CA-System (CAS)
CA-Systeme kommen beim Bezahlfernsehen (Pay-TV) zum Einsatz und stellen sicher, dass die Entschlüsselung des verschlüsselt übertragenen Fernsehsignals erfolgt, wenn der Nutzer die richtige Smart Card zur Verfügung hat.

CE-HTML
HTML (Hypertext Markup Language) ist eine Programmiersprache, mit der Internetseiten auf einem Computer (PC, Laptop, Notebook, Netbook, Tablet) dargestellt werden können. Sollen diese Inhalte auf dem TV-Bildschirm nutzbar sein, ist eine Anpassung an die bei Geräten der Unterhaltungselektronik (Consumer Electronics - CE) verwendete  Darstellungstechnik nötig. Das erfolgt mit Hilfe der als CE-HTML bezeichneten Variante. 

Chrominanz
Farbinformation der Bildpunkte (Pixel) eines Fernsehbildes.

CI / CI Plus
Abkürzung für Common Interface (wörtlich: allgemeine Schnittstelle). Diese standardisierte Schnittstelle erlaubt es bei TV-Geräten und Set-Top-Boxen verschiedene CA-Module zu verwenden. Inzwischen ist auch CI Plus als Weiterentwicklung von CI verfügbar.

Codierung   
Bei digitaler Kommunikation legt ein Code fest, wie ein Signal übertragen, gespeichert, weitergeleitet/übertragen und empfangen wird. Beim digitalen Rundfunk unterscheiden sich Hörfunk und Fernsehen wie auch die einzelnen Übertragungswege Kabel, Satellit und Terrestrik und breitbandige Telefonleitung durch unterschiedliche Codierung.

D

DAB / DAB+
DAB steht für Digital Audio Broadcasting und bedeutet digitaler Hörfunk. Es handelt sich um einen  Übertragungsstandard für die digitale terrestrische Verbreitung von Hörfunk, mit dem UKW abgelöst werden sollte. Inzwischen gibt es den Standard DAB+ mit einem anderen Signal-Kodierungsverfahren, der auch bei niedrigen Bitraten gute Qualität erlaubt.

Datenrate
siehe: Bitrate

Dekoder/Decoder
Technische Funktionseinheit, die codiert übertragene Signale wieder in die ursprüngliche Form wandelt (konvertiert). Bildet oft eine Einheit mit einem Kodierer (Encoder).

De-Interlacing
Bezeichnet einen Verarbeitungsschritt beim digitalen Fernsehen, bei dem aus Signalen für Halbbilder im Fernsehgerät wieder Vollbilder entstehen. Der Prozess kann jedoch nie perfekt durchgeführt werden, weshalb als Artefakte bezeichnete Bildfehler auftreten können.

Descrambler
Elektronische Vorrichtung im Fernsehgerät (oder als Zusatzgerät zum Fernsehgerät), mit der verschlüsselt gesendete oder in Teile zerlegte Signale beim Empfang wieder richtig zusammengefügt werden. Für Pay-TV ist ein funktionstüchtiges Scrambling-/Descrambling-System eine wichtige Voraussetzung. Nur wer eine besonderes Entgelt bezahlt, kann die verschlüsselten Bilder empfangen und störungsfrei wiedergeben.

Digital Rights Management

Es handelt sich um ein technische Verfahren zur digitalen Rechteverwaltung, mit denen die Anbieter digitaler Medien (Musik, Video, Software, e-Books) deren Nutzung und Verbreitung kontrollieren können. Mittels DRM kann z. B. genau festgelegt werden, wie oft und mit welchen Geräten z. B. Audio- oder Videodateien abgespielt oder kopiert werden dürfen.

Digitext
Digitext ist die Abkürzung für Digitaltext, unter der man die moderne Form des Teletextes/ Videotextes beim digitalen Fernsehen versteht. Dabei kann es sich um SDTV und HDTV handeln.  Für den Abruf und die Darstellung von Digitext benötigt das TV-Empfangsgerät (wie Set-Top-Box oder Flachbildschirm mit integriertem Empfangsteil) einen Breitbandanschluss für das Internet und einen geeigneten Browser. 

Display
Sehr breit benutzter Begriff für Anzeigevorrichtungen, von der einfachen numerischen Anzeige auf dem Taschenrechner über den Computer-Bildschirm bis zum großen Fernseh-Bildschirm.

DMB
Digital Multimedia Broadcasting ist ein digitales Übertragungsverfahren für Audio- und Videoinhalte zusammen mit anderen Inhalten wie Texten und basiert auf DAB. DMB ist vor allem für Mobilgeräte gedacht und kann terrestrisch oder per Satellit verbreitet werden.

Dreidimensionales Fernsehen
s. 3DTV

DRM/DRM+
Steht für Digital Radio Mondiale (wörtlich: weltweites Digitalradio) und ist für digitalen Hörfunk in den Frequenzbereichen Kurz-, Mittel- und Langwelle entwickelt worden. Es können auch Daten zusätzlich zu Ton übermittelt werden. Die Weiterentwicklung DRM+ ist ein Standard auch für den UKW-Bereich.

DVB (-C, -S, -T,-H)
Digital Video Broadcasting ist die Sammelbezeichnung für digitales Fernsehen und umfasst eine ganze Familie von Standards für die verschiedenen Fernsehübertragungswege Kabel (C), Satellit (S), Terrestrik (T) sowie die Verknüpfung mit anderen digitalen Bewegtbildverfahren und Medien. H steht für Handheld – also den TV-Empfang an Handys.

DVI
Abkürzung für „Digital Visual Interface“. Bezeichnet eine standardisierte Schnittstelle für digitale Videodaten. Über diesen Weg kann zum Beispiel eine Set-Top-Box (STB) an einen Flachbildschirm angeschlossen werden.

E
EPG (Electronic Programme Guide)
Ein Electronic Programme Guide (wörtlich: elektronischer Programmführer) bietet zusätzliche TV-Programminformation, die die Zuschauer wie eine Programmzeitschrift am Bildschirm nutzen können. Über einen EPG ist oft auch die Steuerung von TV-Aufnahmen in Recordern möglich.

Euro-AV

Wird auch SCART genannt. Bezeichnet ein 21poliges Steckersystem, das Fernseh-, Video- und HiFi-Geräte miteinander verbindet, aber nur analoge Signalübertragung ermöglicht.
F
Frequenz
Als Frequenz wird die Zahl der Schwingungen des Übertragungssignals pro Sekunde bezeichnet. Sie wird in Hertz (Hz) angegeben. Diese Einheit ist nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz  benannt. Als Frequenzen werden in der Terrestrik auch bestimmte Sendeplätze bezeichnet.

FTA
Die Abkürzung steht für „free to air“ (wörtlich: frei über die Luft) und  bezeichnet den kostenfreien Empfang von Programmen über einen beliebigen Übertragungsweg. Set-Top-Boxen mit der Kennzeichnung FTA können keine verschlüsselten Programme empfangen.
G
Gesichtsfeld
Wird auch als Gesichtswinkel, Sichtwinkel, Blickwinkel oder Sehwinkel bezeichnet. Mit beiden Augen erfassbarer Sichtbereich. Er beträgt beim Menschen horizontal etwa 180 Grad, während es vertikal etwa 120 Grad sind.

Gleichwellennetz (Single Frequency Network - SFN)
Beim Gleichwellennetz wird über mehrere Sendeanlagen in einem Gebiet das gleiche Signal über die selbe Frequenz ausgestrahlt. Dadurch wird eine bessere Nutzung der verfügbaren terrestrischen Übertragungskapazitäten für DVB-T, DAB, DMB und andere erreicht.

Großflächenflimmern

Es kann bei den in Europa gebräuchlichen PAL- und SECAM-Systemen des analogen Fernsehens auftreten, denn sie arbeiten normalerweise mit einer Frequenz von 50 Hz. Dabei werden in jeder Sekunde 50 Halbbilder auf den Bildschirm "geschrieben". Verdoppelt man die Frequenz auf 100 Hz, so verschwindet das Großflächenflimmern vollständig.

Gesichtswinkel
siehe: Gesichtsfeld

H

Halbbilder
Das analoge und zum Teil auch das digitale Fernsehen arbeitet historisch bedingt und wegen begrenzter Frequenzen bislang nicht wie die herkömmliche Fotografie oder Kinematographie mit Vollbildern, sondern nur mit Halbbildern. Das heißt, jedes einzelne Vollbild wird aufgeteilt in zwei Halbbilder, im Zeilensprungverfahren übertragen und beim Empfang wieder in ein Vollbild zusammengesetzt. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

HbbTV
Die Abkürzung steht für „Hybrid Broadcast Broadband Television“ und bedeutet die hybride Nutzung des Fernsehgerätes für Fernsehen und Internet. Es handelt sich bei HbbTV um einen europäischen Standard.

HDCP
Steht für „High Bandwidth Digital Content Protection“, was Schutz digitaler Inhalte mit hoher Auflösung bedeutet. Es handelt sich um ein Verfahren, das unerlaubtes Kopieren von Videos und Fernsehsendungen mit hoher Bildauflösung (HD-Video und HDTV) verhindert. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

HD (High Definition)/HDTV
Bezeichnung für die gegenüber dem bisherigen Standard höhere Bildauflösung. HDTV steht für „High Definition Television“ und bedeutet hochauflösendes digitales Fernsehen. Die Bildauflösung beträgt mindestens 1280 x 720, angestrebt wird jedoch 1920 x 1080. Bei normal auflösendem Fernsehen SDTV beträgt die Auflösung nur 720 x 576. Um HDTV empfangen zu können, muss die gesamte Empfangsausrüstung einschließlich TV-Gerät HDTV-tauglich  und mit HDMI-Kabeln verbunden sein - siehe "Wissenswertes zu HDTV".

HDMI
Abkürzung für „High Definition Multimedia Interface“, übersetzt etwa: Schnittstelle für multimediale Signale mit hoher Auflösung. HDMI ermöglicht die Verbindung zwischen digitalen Geräten der Unterhaltungselektronik, wobei  nicht nur die digitalen Video- und Audiodaten, sondern auch Informationen bezüglich der Urheberrechte übertragen werden. Damit wird sichergestellt, dass der Kopierschutz  HDCP funktioniert. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

HD-Radio
Als konkurrierendes System für digitales Radio zu DAB in den USA entstanden. Technisch wird es auch als "In-band-on-channel" (IBOC) bezeichnet. Praktisch bedeutet es, dass über eine terrestrische Frequenz ein analoges mit zwei digitalen Signalen gemeinsam ausgestrahlt werden, so dass ein analoges Radio- und zwei digitale Radioprogramme empfangbar sind.

HDready
Ein Zertifikat, das von der Organisation der europäischen Unterhaltungselektronik-Hersteller DIGITALEUROPE (früher: EICTA), für  hochauflösende digitale Wiedergabegeräte, wie Flachbildschirme und Videoprojektoren (Beamer), als Logo definiert wurde. Geräte mit dem HDready-Logo gewährleisten, dass sie bestimmte technische Anforderungen erfüllen (z.B. Bildauflösung, Bildformat…). Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

HNED (Home Network End Device)
Ein Home Network End Device bezeichnet Geräte, die die in Satellitentranspondern, Kabelkanälen  und terrestrischen Frequenzen gebündelten Datenströme mehrerer Sender wieder in die einzelnen Programme und Anwendungen (Applikationen) umsetzen kann. Diese Geräte werden auch als Set-Top-Boxen bezeichnet, aber da sie nicht mehr auf die Flachbildschirme gestellt werden können, ist die Bezeichnung HNED sinnvoller. 

Hundert Hertz(Hz)-Technik
Wird zur Vermeidung von Großflächenflimmern eingesetzt. Dazu speichert man das vom Sender übertragene Bild in einem Speicher und liest es mit doppelter Geschwindigkeit, in einer 50stel Sekunde also zweimal aus. Inzwischen werden auch TV-Geräte mit 200-Hertz-Technik und 600-Hertz-Technik angeboten.

Hybrid
Das aus dem Lateinischen stammende Wort bezeichnet Vermischtes. Durch Digitalisierung und Konvergenz entstehen bei den Medien hybride Angebote und Geräte, bei denen zwei verschiedene Technologien in einem System gemischt werden – etwa Internet-Angebote und TV-Programme.

Hyperband
Ist ein Frequenzbereich von 300 bis 470 MHz für den Fernsehempfang, der in Kabelanlagen zusätzliche Empfangskanäle erschließt. Im Hyperband finden vorzugsweise digitale Fernsehübertragungen statt.

I
iDTV
Die Abkürzung steht für „Integrated Digital Television“, übersetzt: integriertes digitales Fernsehgerät. Es handelt sich um Flachbildschirme, in denen der für den Empfang jeweils erforderliche Tuner (z.B. für DVB-C) integriert ist. 

Interaktives Fernsehen

Eine auf Digitaltechnik basierende Fernsehübertragung mit Rückkanälen, über die es Zuschauern möglich ist, Programm individuell zusammenzustellen und Datendienste zu nutzen. Für analoge Fernsehgeräte wird als Zusatzeinrichtung ein Digitalempfänger (Set-Top-Box) benötigt, der u. a. die komprimierten Digitaldaten in analoge Signale umwandelt sowie ein Freischalt- und Entschlüsselungssystem für Pay-TV-Angebote enthält.

Integrated Receiver-Decoder (IRD)
Zusatzgerät zum Empfang des digitalen Fernsehens. Es wandelt die komprimierten Datenpakete in ein Bildsignal um, das auf einem angeschlossenen Fernsehgerät oder Monitor wiedergegeben werden kann. (auch: Set-Top-Box)

Interlacing
Der englische Begriff für „Verschränkung“ bezeichnet die Art und Weise, wie Fernsehprogramme in Halbbilder aufgeteilt versendet werden. Das erneute Zusammenfügen zu Vollbildern wird als De-Interlacing bezeichnet. Beim hoch auflösenden digitalen Fernsehen HDTV gibt es verschiedene Formate, bei denen statt Vollbildern nur Halbbilder übertragen werden – das Kürzel „i“ steht dafür. Siehe auch "Wissenswertes zu HDTV".

Interleaving
Verschachtelung von Worten eines Datenstroms auf verschiedene (Daten-) Blöcke. Dadurch können äußere Störungen, z.B. auf der Übertragungsstrecke, durch die Fehlerkorrektur besser eliminiert werden.

IP-Datacast
IP-Datacast ist der Name für den Standard zur Einspeisung von Daten im Format des Internet Protocol (IP) bei der Verbreitung von digitalem Fernsehen. Er erlaubt auch die Verbindung von Rundfunk und interaktiven Anwendungen über einen Rückkanal und wurde speziell für DVB-H von der DVB-Projektgruppe entwickelt.

IPTV
Abkürzung für „Internet Protocol Television“. Damit wird die Übertragung von Fernsehen mithilfe des Internet-Protokolls über DSL-Netze bezeichnet. Im Gegensatz zu Web-TV ist bei IPTV die Signalqualität gesichert, so dass die Programme auch auf TV-Geräten zu sehen sind.
K
Kompression
In der Computer- und Rundfunktechnik bezeichnet Kompression die Verdichtung digitaler Information (Daten). Dabei werden zwischen zwei Zeitintervallen nicht veränderte Daten (Redundanz) entfernt und so kann Speicherplatz und Übertragungsbedarf (Bandbreite) gespart werden.

Konvertierung
Wenn unterschiedliche Formate von Daten und Informationen bei digitaler Kommunikation umgewandelt werden, spricht man von Konvertierung. Qualitätsverluste sind oft nicht ganz auszuschließen, insbesondere wenn Signale mehrmals konvertiert werden.
L
LAN
LAN bedeutet Local Area Network (lokales Netzwerk) und ermöglicht einen leitungsgebundenen Datenaustausch. Erfolgt dieser über Funkfrequenzen, spricht man von WLAN. In Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien und den USA ist auch der Begriff WiFi geläufig. LAN und WLAN dienen vor allem zur Verbindungvon Computern, finden aber auch bei Hybriden TV-Geräten und Hybrid-Receivern zunehmend Verwendung, um Angebote über das Internet auf den Fernsehbildschirm zu holen.

LCD (Liquid Crystal Display)
Es handelt sich um Bildschirme, bei denen Flüssigkristall-Technologie zum Einsatz kommt, die flache Bildschirme ermöglicht.

Lineares Fernsehen
Wenn Fernsehprogramme 1:1 gesendet und direkt empfangen werden, spricht man von linearem Fernsehen. Nicht-lineares Fernsehen bezeichnet dagegen die zeitversetzte Nutzung von TV-Sendungen durch die Zuschauer.

LNB
(Low Noise Blockconverter)
Die Abkürzung kann mit rauscharmer Frequenzblock-Umsetzer übersetzt werden. LNBs werden in  der Satellitentechnik eingesetzt, als zur Signalbündelung bei der Parabolantenne erforderliche Baugruppe. Ein LNB setzt die Satellitensignale (etwa Radio und TV) in einen anderen Frequenzbereich um, verstärkt sie und leitet sie an einen Receiver (Empfänger) weiter.

LTE
Mit der Abkürzung für Long Term Evolution (wörtlich: Langzeitentwicklung) wird ein neueres Mobilfunkverfahren bezeichnet, das Datenübertragung über terrestrische Sendenetze möglich macht. Bei Bandbreiten zwischen einem und 20 MHz sollen Datenraten von 75 Mbit/s bis 300 Mbit/s möglich sein, was auch für die Übertragung von Rundfunk geeignet ist.

Luminanz
Helligkeitsinformation der Bildpunkte (Pixel) eines Fernsehbildes.
M

MAZ
Magnetische (Bild-) AufZeichnung im Fernsehstudio. Dort bezeichnet man auch die Aufzeichnungsmaschinen als "MAZ".

Mediathek/Videothek
Eine Mediathek/Videothek ist eine Sammlung von Audio- und Videodateien, die der Nutzer online abrufen kann. Bei Mediatheken handelt es sich primär um gespeicherte Programmbeiträge, während es bei Videotheken vorrangig Filme und Dokumentationen sind.
Der Zugriff auf Mediatheken/Videotheken ist bei hybriden TV-Geräten komfortabel über die Fernbedienung möglich. 

Mobil-TV
Mobil-TV bedeutet Fernsehempfang unterwegs, also an beliebigen Stellen. Dabei kann es sich auch um Fahrzeuge handeln. Mobil-TV ist mit dem digitalen Antennenfernsehen (DVB-T) realisierbar. Für Laptops/Notebooks sind auch DVB-T-Sticks im Handel verfügbar. Auch moderne, breitbandige Mobilfunknetze (LTE) sollen Mobil-TV ermöglichen. 

Modulation
Bei der Kommunikation bezeichnet das aus dem Lateinischen stammende Wort die Veränderung von Signalen, um sie besser übertragen zu können. Beim analogen Hörfunk bezeichnen AM (für LW, MW, KW) und FM (für UKW) Modulationsverfahren. Besonders digitale Medien und Kommunikation arbeiten mit der Signalumwandlung, die beim Empfang auch eine Demodulation verlangt.

MPEG
Das Kürzel steht für Standards zur Kompromierung (Datenreduzierung) von bewegten Bildern und von Tönen – entwickelt von der Motion Pictures Experts Group. MPEG-2 findet heute weltweit in nahezu allen digitalen Fernsehsystemen Anwendung. Die Weiterentwicklung MPEG-4 bietet noch höherer Datenkompression und wird besonders bei hoch auflösendem Fernsehen HDTV angewandt.

Multimedia Home Platform (MHP)
Der MHP-Standard ermöglicht beim digitalen Fernsehen Zusatzanwendungen zum TV-Programm, darunter auch multimediale interaktiver Angebote und Dienstleistungen.

Multiplex(ing)
Der vom lateinischen Wort für vielfältig stammende Begriff bezeichnet Arten der Signalübertragung, bei der mehrere Programme gebündelt und über einen Weg (Frequenz) übertragen werden. Beim Empfänger ist dann ein Demultiplexing nötig.

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