TV Zukunft

tvz 0116TV Zukunft is the German TV Platform’s information journal. It is published up to four times a year with topical articles on digital television. It is distributed as a supplement to trade publications such as CE-Markt, InfoDigital, Digitalfernsehen, FKT, and Astra aktuell in printed form and/or e mailed as a PDF. On this page, you will find articles from the latest issue as text without illustrations (overview at the bottom of the page).

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AUGUST 03/2016 Print- und Digitalversion

Als weltweiter Marktplatz und jährliche Leistungsschau der Consumer und Home Electronics steht die IFA für neue Trends, Technologien und Geräte. Flankiert durch Fach-Veranstaltungen ist die Traditions- Messe zugleich wichtiger Branchentreff.

Auch für die Deutsche TV-Plattform ist die aktive Beteiligung an der IFA eines der jährlichen Highlights. Die Besucher finden uns im IFA-Innovationszentrum TecWatch, in der Halle 11.1. Experten der TV-Plattform stehen dort bei unserer Pressekonferenz am Eröffnungstag, bei Fach-Veranstaltungen und während der gesamten Messedauer für einen Austausch zur Verfügung. Ein Novum 2016: Wir setzen Akzente zu verschiedenen Fachthemen an unterschiedlichen Standflächen.

Eines haben die Bereiche gemeinsam: zu sehen sind Innovationen der Bewegtbild-Übertragung. Etwa das smarte Fernsehen der Zukunft mit HbbTV 2.0, das TV-Screen und Tablet nahtlos miteinander verknüpft. Am Virtual Reality-Bereich können unsere Be sucher eine TV-Produktion in 360° hautnah miterleben. Ein wichtiges Anliegen ist uns in diesem Jahr die Aufklärung über den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD.

Bei der TV-Plattform erhalten die IFA-Besucher alle Informationen rund um die Einführung des neuen Antennenfernsehens. Den Schwerpunkt des Auftritts legen wir auf die Kommunikation rund um das Logo DVB-T2 HD, das als wichtige Orientierung für Handel und Verbraucher dient. Ultra HD darf auf der IFA auch in 2016 nicht fehlen. Unser Augenmerk gilt der neuen Technologie High Dynamic Range (HDR), mit der die Bildqualität abermals eine neue Dimension erreicht.

Stand Ultra HD zunächst vor allem für noch mehr Bildpixel, sind es dank erweitertem Kontrast von HDR auch noch „bessere” Pixel. Wie das konkret aussieht, und wie sich das wachsende UHD-Inhalteangebot aus diversen Quellen in die Wohnzimmer- Technik integrieren lässt, demonstriert die Deutsche TV-Plattform zusammen mit dem ZVEI an einem gemeinsamen IFAAuftritt. Wie gewohnt bieten wir bei der IFA neue Publikationen zu unseren Schwerpunktthemen, und vermitteln Einblicke in die aktuellen Trends der Bewegtbild-Technik, für Experten und solche, die es werden wollen. Nutzen Sie dieses Angebot und schauen Sie bei uns vorbei: Sie sind herzlich willkommen!

Carine Chardon ist Leiterin Medienpolitik beim ZVEI und Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform e.V.

Die Digitalisierung prägt immer stärker unseren Lebensstil. Unterhaltungselek - tronik, Haustechnik und Haushaltsgeräte vernetzen sich untereinander in der Wohnung – auch mit Mobilfunk und IT. Völlig neue Produkte wie Wearables sind auf Erfolgskurs. Live kann man das bei der IFA 2016 vom 2. bis 7. September in Berlin erfahren, an der auch die Deutsche TV-Plattform und viele ihrer Mitglieder teilnehmen. Wenn die IFA als weltweit bedeutendste Consumer- und Home-Electronics-Messe startet, ist in den Hallen unterm Berliner Funkturm der digitale Lifestyle hautnah zu erleben.

Bildschirme für faszinierend kontrastreiche Bilder (HDR), UHD-Filme von der neuen Blu-ray Disc, Brillen und Kameras für die Virtuelle Realität, Uhren und Armbänder für Fitness, Gesundheit und als Handy-Verlängerung für den Arm, unerschöpfliches Musik-Streaming und Fern - sehen auf allen möglichen Bildschirmen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles miteinander vernetzt – das ist in immer mehr Haushalten und für Millionen Deutsche längst Realität. Die sechs Messetage sind nicht nur Magnet für Industrie, Handel und Handwerk, sondern auch für hunderttausende Verbraucher. Sie wollen wissen, wohin die Reise geht und was man sich als Nächstes anschaffen kann, ohne eine Fehlinvestition zu tätigen.

Wie groß das Interesse für neue Technik und Technologien ist, belegt auch eine neue europaweite Studie im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH. Bei ihr wurden repräsentativ 1.000 Haushalte in Deutschland und weitere 4.000 aus vier anderen europäischen Ländern (Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien) über Einstellung, Nutzungsverhalten und Kaufabsichten online befragt. Für den Bereich Bewegtbild und TV konstatiert die gfu interessante Trends. So sind drei von vier deutschen Haushalten mit dem Internet verbunden und die Mehrheit verfügt über PC/Laptop und Tablet sowie Smartphone. Selbst die TV-Geräte sind inzwischen mehrheitlich Smart-TVs (53%), also Geräte, die außer Fernsehen über die klassischen Wege auch Web-Zusatzdienste bieten.

Zwar nutzen nicht alle Besitzer eines solchen TVs die Online-Funktionen, aber in 31 Prozent der Haushalte wird regel - mäßig auf Inhalte zuge griffen, die keine klassische TV-Ausstrahlung sind. Besonders häufig (58%) werden in Deutschland die Mediatheken der TV-Sender angewählt. YouTube und andere Video-Clip-Anbieter stehen auf Platz zwei mit 56 Prozent, und auf kostenpflichtige Video-On-Demand-Angebote greift inzwischen fast jeder zweite Smart-TV-Nutzer (48%) zu. „Die Zeiten, in denen bestimmte Sen - dungen zu vorgegebenen Zeiten geschaut wurden, sind für große Teile der Zuschauer vorbei. Immer mehr Menschen schauen ihre Sendungen dann, wann sie es wollen”, konstatiert Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu: „Seinen TV-Konsum frei zu gestalten gehört zu einem zeitgemäßen Lebensstil”.

Er präsentierte die Studie Anfang Juli in Berlin bei der Veranstaltung „gfu Insights & Trends”. (Impressionen auf Seite 4). Im IFA-Innovationszentrum, dem Tec- Watch, präsentieren ab 2. September nicht nur 70 Start-ups und dutzende Unter - nehmen ihre Ideen für die Märkte von morgen, sondern auch die Deutsche TVPlattform. In der Halle 11.1 hat der Verein diesmal mehrere Standflächen, um über smartes Fernsehen mit HbbTV 2.0, über die Umstellung auf DVB-T2 HD sowie über Ultra HD mit HDR zu informieren. Dazu gibt es aktuelle Publikationen von Experten des Vereins, etwa einen Flyer zum Antennenfernsehen DVB-T2 HD sowie die Broschüre „Ultra HD erklärt”.

Highlight der Demonstrationen ist eine Virtual Reality-Produktion der Deutschen TV-Plattform in Kooperation mit dem zur Mediengruppe RTL gehörenden Broadcastund Produktionsunternehmen CBC, dem Fraunhofer HHI und „stern TV” für die IFA. „Virtual Reality ist für Bewegtbild - anbieter ein hochspannendes Thema”, sagt Andre Prahl (CBC/Mediengruppe RTL Deutschland) und Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform: „Mit technologischen Tests sammeln TV-Sender wertvolle praktische Erfahrungen zu konkreten Einsatzmöglichkeiten von 360-Grad-Videos. Von dem völlig neuen Seherlebnis können sich auch die IFA-Besucher selbst überzeugen.

Als Deutsche TV-Plattform werden wir uns noch intensiver mit dem Thema Virtual Reality beschäftigen.” Und zu ihrem Engagement erklärt die „stern TV”-Redaktion: „Wir verfolgen das Thema VR seit einiger Zeit mit großem Interesse. Erste sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz von 360-Grad-Videos wurden bei verschiedenen „stern TV”-Plattformen im Internet gemacht – sowohl auf der Facebook-Seite wie auch der Homepage. In Zukunft wollen wir unseren Zuschauern und Nutzern diese Technik weiter an - bieten”.

Digitaler Lifestyle und aktuelle Studien standen Anfang Juli bei einer neuen Ausgabe der Diskussionsveranstaltung „Insights & Trends” der gfu Consumer & Home Elec tronics GmbH, Veranstalter der IFA, im Mittelpunkt. Zugleich präsentierten führende Unternehmen ihre Technik-Highlights bei den IFA Innovations Media Brief ing (IMB) vorab den rund 320 teilnehmenden Journalisten und Branchenvertretern.

Beim Event im Berliner Congress Center (bcc) waren die Deutsche TVPlattform und etliche ihrer Mitglieder aktiv beteiligt. So erläuterte Stephan Heimbecher von Sky Deutschland, Mitglied des Vorstands der Deutschen TV-Plattform, die Trends und Hintergründe neuer Bild-Ton-Erlebnisse durch Ultra HD. Außer „mehr Pixeln” stehen nun High Dynamic Range (HDR) mit erweitertem Farbraum und größerem Kontrastumfang, High Frame Rates (HFR) und immersive Audio im Zentrum.

Stephan Heimbecher berichtete auch über die Aktivitäten des Vereins wie die UHD-Plugfeste mit der britischen DTG und Publikationen wie „Ultra HD erklärt”. In seinem Vortrag sprach Christoph Vilanek, Vorstandsvorsitzender der freenet AG, darüber, wie das deutsche Antennenfernsehen derzeit modernisiert wird. Dabei kündigte er an, dass die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD neben dem stationären ebenfalls auf den mobilportablen TV-Empfang abziele.

Unter den rund 30 beteiligten Unternehmen, die bei den IMB teilnahmen, waren mit Technisat, LG, Samsung, Panasonic, Metz, Loewe, Sony, Philips/TP Vision und Media Broadcast (freenet TV) neun Mitglieder der Deutschen TV-Plattform mit Präsentationen und Ständen vertreten. „Die Kombination von gfu Insights & Trends und IMB erwies sich einmal mehr als perfekte Bühne, um den neuesten Produkten und Innovationen der Consumer & Home Electronics in Vorbereitung der IFA im September den angemessenen Rahmen zu verleihen”, erklärte Dr. Alexander Pett, gfu-Geschäftsführer.

Ultra HD ist in aller Munde und wächst in rasantem Tempo. Trotzdem oder gerade wegen dieser Dynamik gibt es viel zu er - klären. Das ist der Ansatz für die neue Publikation der Deutschen TV-Plattform: Herstellerneutral, branchenübergreifend und universell einsetzbar bietet sie umfassende Informationen und kompakte Aufklärung – sowohl für Fachleute und Handel als auch für Verbraucher.

Ende 2016 sollen schon über 3,5 Millionen Haushalte in Deutschland einen Ultra HDFernseher besitzen, schätzt die gfu – Gesellschaft für Consumer & Home Elec - tronics. Getrieben von verkürzten Entwicklungszeiten und beschleunigten Produktneuvorstellungen erleben Verbraucher im Vergleich zur Einführung von HDTV vor gut zehn Jahren derzeit ein wahres Innovationsfeuerwerk. Zwar ist die Menge verfügbarer Inhalte und Quellen für Ultra HD noch überschaubar, was auch am komplexen Prozess der Standardisierung für Geräte, Schnittstellen und Übertragungsverfahren liegt. Sichtbar wird dies durch viele technische Kürzel und diverse Logos, die bei Verbrauchern Kaufanreize setzen. Genau da setzt die neue Broschüre „Ultra HD erklärt” der Deutschen TV-Plattform an, weil es noch jede Menge zu erklären gibt.

In sieben Kapiteln erklären Experten der AG Ultra HD die neue Fernsehwelt. Die Themenpalette reicht von Standards und Logos für Bild und Ton über Inhalte, Empfangswege und geeignete Geräte bis zu Tipps für die Integration in die bisherige Wohnzimmer-Technik bzw. einen Ausblick, wohin die Reise bei Ultra HD geht. Die anvisierte Leserschaft umfasst sowohl den interessierten Konsumenten als auch Fachleute aus der Branche, Journalisten sowie Handel und Handwerk. Für einen besseren Lesefluss sowie höhere Aktualität setzen die Herausgeber auf eine innovative Kombination von Print und Online durch Webcodes. Die kompakte Broschüre mit allen wichtigen Basis-Informationen gibt es als Druckfassung und als PDF im Web.

Diejenigen, die sich für noch mehr technische Details und fachliche Hintergründe interessieren, können auf ein 16-seitiges Webspecial zugreifen. Dort stehen auch immer topaktuelle News für alle, die sich laufend auf dem neuesten Entwicklungsstand halten wollen – alles unter www.tv-plattform.de/de/ultra-hdguide.

„Zentrales Anliegen unserer Aktivitäten, zu denen auch Ultra HD-Plugfeste gehören, ist es, die Verbraucher mit einem überzeugenden neuen Bild-Ton-Erlebnis zu begeistern”, sagt Stephan Heimbecher (Sky Deutschland), Leiter der Arbeitsgruppe Ultra HD und Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform: „Dazu trägt auch unsere neue Publikation bei, die es zur IFA auch in Englisch gibt”.

Die ITU (International Telecommunications Union) hat Anfang Juli 2016 einen Standard für High Dynamic Range (HDR) in ihrem Dokument BT.2100 beschlossen. Die Empfehlung baut auf BT.2020 von 2015 auf, wo bereits ein erweiterter Farbraum für Ultra HD festgelegt wurde. In dem neuen Standard werden nun zwei sog. HDR-Transfer-Funktionen für die Produktion und den Programmaustausch definiert: Perceptual Quantisation (PQ) und Hybrid Log-Gamma (HLG).

PQ kommt bereits bei HDR10 (Streaming, Bluray) zum Einsatz.HLG wird von vielen Rundfunkanbietern für den Einsatz bei Liveübertragungen favorisiert. Beide HDR-Verfahren sollen laut ITU nicht nur für UHD/4K, sondern auch für 8K und Full-HD (1.920 x 1.080) gelten. Die Spitzenhelligkeit soll mindestens 1000 cd/m2 (nits) betragen. Der neue HDRStandard BT.2100 gilt als wichtiger Meilenstein für Ultra HD-Fernsehen. Allerdings bedarf es weiterer Schritte zur Umsetzung, etwa bei der HDMI-Spezifikation.

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro haben wieder Millionen Zuschauern gezeigt, was Hybrid broadcast broadband TV (HbbTV) kann. Den Standard für smartes Fernsehen nutzen ARD und ZDF für zusätzlich 1000 Stunden Übertragung per Livestream – einfach per Knopfdruck auch an der TV-Fernbedienung abrufbar. Über die aktuelle Entwicklung bei HbbTV gibt Klaus Merkel vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) Auskunft.

TV Zukunft >> Die Olympia-Apps in den Startleisten von ARD und ZDF bieten Smart-TV-Zuschauern wieder Sportvielfalt auf Zusatzkanälen in HbbTV. Ist das schon der neue Standard HbbTV 2.0?
Klaus Merkel >> Nein, alle Angebote basieren noch auf HbbTV 1.0 / 1.5. Für das Streaming zur Olympiade wird Adaptive Streaming in MPEG-DASH verwendet, das bereits Bestandteil der Version HbbTV 1.5 ist. Bislang hat noch kein Smart-TV-Gerät in deutschen Haushalten die im November 2015 als Standard veröffentlichte 2.0- Version implementiert. Aber wir sind auf einem guten Weg, wie etliche neue prototypische Diensteangebote zeigen, die wir u.a. beim jüngsten Interoperabilitätsworkshop HbbTV am IRT Ende Juli erprobt haben. Außerdem wird derzeit auch eine umfangreiche Testsuite für HbbTV 2.0 fertiggestellt, auf die die Hersteller zugreifen können. Erste Prototypen namhafter Hersteller stimmen mich da auch für die Geräteseite optimistisch.

Was hat denn konkret der Zuschauer davon, wenn HbbTV 2.0 in neuen Smart-TV-Geräten künftig implementiert wird?
>> Da gibt es mannigfaltige Anwendungen, die auf Basis der neuen Features möglich sind. So können vom Tablet oder Smartphone aus bestimmte Anwendungen auf dem TV gestartet werden und andersherum. Auch eine Kommunikation zwischen TV und Mobilgerät ist möglich und damit eine Fülle von interaktiven Dienstemöglichkeiten. Das Rundfunk-Signal (Bild und Ton) auf dem Fernseher kann durch synchronisierte Dienste aus dem Internet ergänzt werden – etwa zusätzliche Audiokanäle für Originalton und bereinigte Tonfassungen sowie Gebärdendolmetscher auf einem anderen Bildschirmgerät bzw. Mitrate- Aktionen, Votings oder Spiele zur laufenden Sendung. Und Mediatheken bieten nicht nur verpasste Sendungen an, sondern auch die gleichen Untertitel wie die Originalsendung.

Und was ist mit Ultra HD, das derzeit in aller Munde ist ...
>> Auch das ist mit HbbTV 2.0 kein Problem, wie etliche Sender in Kooperation mit dem IRT schon gezeigt haben. So kann ein Programmveranstalter sein HDTVLive- Programm durch interessante Videos in HEVC-Codierung als Ultra HD-Abrufangebot ergänzen, die man zu Hause dann auf einem geeigneten Bildschirmgerät seiner Wahl nutzt. Seit den ersten Showcases bei Messen und Branchentreffs im letzten Jahr, gibt es inzwischen auch Testproduktionen etwa von ARD-Anstalten, arte und dem ZDF. Diese können auf einigen HbbTV-1.5-Geräten bereits heute schon vom Zuschauer empfangen werden – die neuen HbbTV-2.0-Geräte mit UHD-Displays werden diese Angebote dann durch die Bank darstellen können. Zur IFA 2016 zeigen wir bei „Digitale Welt” in der ARDHalle einige der neuen HbbTV-2.0-Showcases – ebenso wie am TV-Plattform-Stand.

Aber ist HbbTV bzw. das Red-Button-TV nicht nur eine deutsch geprägte Fernsehentwicklung?
>> Deutschland ist zwar Vorreiter, aber das HbbTV-Konsortium ist international und treibt die Entwicklung voran. In 15 Ländern mit 250 Services und Apps läuft der Standard mittlerweile auf 30 Millionen Geräten. Selbst in Ländern mit traditionell anderen interaktiven TV-Systemen wie Großbritannien und Italien wird nun die Umstellung auf HbbTV vorbereitet. Dazu gibt es sogar die spezielle HbbTV-Version 2.0.1, die die Migration von MHEG und MHP befördert. Eine entsprechende Testsuite steht demnächst zur Verfügung. Das ist sicher für international agierende Hersteller ein Anreiz, ihre neuen Smart-TVEmpfangsgeräte mit HbbTV 2.0-Funktionalitäten anzubieten.

Die aktuellen Versionen des Standards und alle Informationen im Überblick unter: www.hbbtv.org

Die Modernisierung beim terrestrischen Fernsehen in Deutschland nimmt Fahrt auf: Nach dem Start der ersten Phase von DVB-T2 HD am 31. Mai 2016 hat der Sendenetz- und Plattformbetreiber Media Broadcast weitere Details bekannt gegeben. Demnach soll der Regelbetrieb von DVB-T2 HD und der Plattform am 29. März 2017 starten. Dann werden alle DVBT- Multiplexe in 18 Ballungsräumen vollständig auf den neuen Standard umgestellt, mit dem neben rund 20 öffentlichrechtlichen Sendern in HD und zusätzlich über freenet TV alle beliebten Privatsender in HDTV empfangen werden können. Der Plattform- Service wird dann für 69 Euro pro Jahr erhältlich sein und ist mit einer Reichweite von über 80 Prozent der Haushalte bundesweit verfügbar. Im neuen Webauftritt www.freenet.tv gibt es neben einem Empfangscheck und einer Geräteliste (mit Kaufoption) auch die Möglichkeit, sich als Kunde anzumelden.

Zum HD-Privatprogrammpaket kommen noch attraktive Zusatzdienste in HbbTV dazu, wie freenet AG-Vorstand Christoph Vilanek Anfang Juli bei der Veranstaltung gfu Insights & Trends in Berlin bekannt gab. Er kündigte in seinem Vortrag „Drahtlos, praktisch, gut – Das Antennen - fernsehen erfindet sich neu” ab 2017 auch freenet TV-Technik für den portabelmobilen Empfang von DVB-T2 HD an anderen Bildschirmgeräten als dem Fernseher (Smart phones, Tablets etc.) an. Schon jetzt werde DVB-T von 48 Prozent der 7,6 Millionen Nutzer via PC und mobil gesehen. Eine aktuelle Untersuchung habe ergeben, dass 47 Prozent der Antennen- TV-Zuschauer sich für connected TV interessieren, 50 Prozent für Second Screen- Nutzung und 25 Prozent für Video on Demand.

Auch beim Strategiepanel der Deutschen TV-Plattform und der ANGA bei der Kongressmesse ANGA COM 2016 Mitte Juni in Köln stand der mobile TV-Empfang mit portablen Geräten als Alleinstellungsmerkmal dieses Rundfunkempfangsweges im Mittelpunkt.

Zum Thema „Mobile TV: DVB-T2 und Mobilfunk –Welcher Business Case macht das Rennen?” diskutierte eine prominent besetzte Expertenrunde. Wolfgang Breuer (Media Broadcast) verwies darauf, dass dank der smartcardlosen Lösung für das freenet TV-Paket auch die Nutzung der verschlüsselten Angebote unterwegs via USB- /HDMI-Sticks möglich sein wird.

Zwar steht laut Gert von Manteuffel (Telekom Deutschland) lineares Fernsehen bei Mobilfunkangeboten nicht im Vordergrund, trotzdem sei der Business Case des Videoabrufs unterwegs ein wesentlicher Baustein des Entertain-TV-Angebots. Zeit und Ort-unabhängige Nutzung von Bewegtbild über alle Endgeräte sei eine zentrale Anforderung der Kunden. Fazit des
Strategiepanels: Mit Blick auf mobil-portablen Empfang birgt DVB-T2 HD ein hohes Potential. Im Wettbewerb mit der beliebten Bewegtbildnutzung über Mobilfunk werden sich beide Systeme nicht nur ergänzen, da sie unterschiedliche Verbraucherbedürfnisse bedienen, sondern sogar beflügeln. Zum Vorteil der Endkunden, die von größerer Angebotsvielfalt, sinkenden Kosten und einfacher Bedienung profitieren.
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Fernsehen wird immer vielfältiger – besonders in seinen Nutzungsformen. Und wird Teil einer großen Bewegtbildbranche, in der Rundfunk, Mobilfunk, Telekommunikation und die IT-Branche konvergieren. An Schnittstellen zeigen sich Brüche und die technische Komplexität in der konvergenten Multimedia-Welt wächst. Das ist für die Deutsche TV-Plattform Anlass, die neue Veranstaltungsreihe „Media Innovation Platform” zu starten.

Stärker als bisher greift der Verein zukunftsorientiert neue Themen auf und will sie mit neuen Dialogund Präsentationsformen in den offenen Workshops präsentieren und diskutieren. Der Auftakt ist am 23. November 2016 von 11 bis 16 Uhr mit dem Thema Virtual Reality im 3IT – dem Innovationszentrum für immersive Bildtechnologien am Berliner Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut. Die Deutsche TV-Plattform und das 3IT kooperieren schon länger – u.a. auch bei den Ultra HD-Plugfesten der AG Ultra HD. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Ist VR „the next big thing”? Wie relevant ist der Trend für TV-Unternehmen und die Medienbranche?

Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für Geräte-Industrie, Produzenten und Anbieter von AVMedien? In verschiedenen Sessions beleuchten Experten die zentralen Aspekte von Virtual Reality und auch den Unterschied zu 360- Grad-Videos und Augmented Reality: Die Palette der Präsentationen bei der Tagesveranstaltung reicht von Vorträgen und Diskussionsrunden über Live-Demos bis zu Hintergrundberichten von Produzenten. Der Auftakt zur „Media Innovation Platform“ steht auch Nicht-Mitgliedern der Deutschen TV-Plattform offen. Bitte merken Sie sich den Termin vor – die Deutsche TV-Plattform lädt alle Interessierten zu einem spannenden Tag in Berlin ein!

Zuwachs bei der Deutschen TV-Plattform: Die Hisense Europe R+D Center GmbH aus Düsseldorf ist zum 1. Juli 2016 der Deutschen TV-Plattform beigetreten.

Hisense ist ein internationaler Elektronikkonzern aus China mit Firmensitz in Qingdao und zählt zu den weltweit führenden TV-Herstellern, hat aber auch Handys, Tablets und Haushaltsgeräte sowie Klimatechnik im Portfolio. Seit Ende 2013 kooperiert Hisense mit Loewe bei Entwicklung und Beschaffung.

KURZ UND KNAPP Mit DVB-T2 HD im BMVI Am 18. Tag der offenen Tür der Bundesregierung nimmt die Deutsche TV-Plattform im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) teil.

Sie informiert am 27. und 28. August 2016 an ihrem Stand über die Umstellung auf das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD.

Drei Veranstaltungen bei der IFA stehen ganz im Zeichen von digitalem Rundfunk: Am 2. September, 13.30 – 16.00 Uhr: Presseforum der Produktions- und Technik-Kommission von ARD und ZDF (PTKO), u.a. mit dem Schwerpunktthema DVB-T2 HD; am 5. September, 13.00 – 16.30 Uhr: Digitalradiotag der Landesmedienanstalten; sowie am 6. September, 10.30 – 13.00 Uhr: Vorstellung Digitalisierungsbericht 2016.