Deutsche TV-Plattform

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Hybrid-Workshop 2011 Informationen

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Experten von Sendern, Geräteherstellern und Online-Anbietern einig:

Hybrid-Fernsehen gelingt als Smart-TV der Durchbruch zum Massenmarkt 


Über 120 Fachleute diskutierten am 6. April bei einem Workshop der Deutschen TV-Plattform über die Entwicklung vom Smartphone zum Smart-TV und stellten fest: "Apps erobern den Fernseher“. Die neue Generation von CE-Geräten ermöglicht durch die Verbindung von Digitalfernsehen und Internet auf dem TV-Bildschirm eine neue multimediale Vielfalt. Nach einem Grußwort von Nawid Goudarzi, Produktions- und Betriebsdirektor des gastgebenden Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), stand i
m Mittelpunkt der zehn Fachvorträge in der Medienstadt Babelsberg die Frage, wie die neue Generation der Unterhaltungselektronik, sogenannte Smart-TV,  den Zuschauern einen echten Mehrwert und ein neues Fernseherlebnis bieten können. Einhellige Meinung war, laut einer Pressemitteilung, dass neben attraktiven Inhalten und Diensten benutzerfreundliche Navigation unerlässlich ist.

Neben der Digitalisierung, dem Roll-Out von HDTV und der Einführung von 3DTV gehört Hybrid-TV zu den wichtigsten Trends am cover hybrid-tvFernsehmarkt. Mit Hybrid-Geräten kommen zusätzlich zum Fernsehprogramm auch Internet-Dienste auf den TV-Bildschirm – und zwar bequem per Fernbedienung. Seit zwei Jahren erfreuen sich "hybride" TV-Geräte, die neben dem Fernsehprogramm auch Angebote aus dem Internet auf dem Bildschirm abbilden, wachsender Beliebtheit. Nach Angaben der GfK Retail and Technology GmbH sind in Deutschland bisher über drei Millionen TV-Flachbildschirme mit Internetanschluss verkauft worden, dazu kommen noch Receiver, Blu-ray-Player und Heimkino-Anlagen mit Webzugang. Seit der IFA 2010 strahlen etliche Fernsehsender in Deutschland für das TV-Gerät maßgeschneiderte Online-Dienste aus – in Form von interaktivem Teletext und als Abruf-Angebot bzw. Mediathek. Sie sind über den roten Knopf der TV-Fernbedienung nutzbar. Nahezu alle Hersteller von Unterhaltungselektronik bieten Hybrid-Geräte an, einige auch mit eigenen Medien-Portalen, aus denen man zahlreiche Online-Dienste von Presse und Wetter über soziale Netzwerke bis zu Foto- und Videodiensten aufrufen kann. Das geschieht zumeist über die vom Smartphone bekannten "Apps". Bereits sehr frühzeitig hat die Deutsche TV-Plattform die Hybrid-Entwicklung begleitet und sich mit einer eigenen Arbeitsgruppe unter anderem bei der Markteinführung des HbbTV-Standards (Hybrid broadcast broadband TV) engagiert. Mehrmals hat die TV-Plattform im letzten Jahr auf Medienkonferenzen konkrete Hybrid-TV-Lösungen vorgeführt und sorgt mit der in zweiter Auflage erschienenen Broschüre „Hybrid-TV“  für einen umfassenden Marktüberblick. Verschiedene Aspekte von Hybrid-TV erklären Experten der TV-Plattform auch in Rundfunkbeiträgen.

Beim Workshop „Vom Smartphone zum Smart-TV: Apps erobern den Fernseher“ in Babelsberg verdeutlichte Uwe Welz, Leiter des ARD-Playoutcenter, die bestehende Herausforderung, ein zuschauerfreundliches Miteinander von linearem und nicht-linearem Fernsehen zu organisieren. Dafür brauche es Regeln und einer Verständigung aller Marktteilnehmer, so Welz. Mit dem ETSI-Standard HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV) werden TV-Flachbildschirme zu multimedialen Terminals, erklärte Matthias Greve, CEO des Receiver-Herstellers VideoWeb, und gab praktische Tipps für die Implementierung in interaktiven Endgeräten, die Rundfunk- und Internetangebote miteinander verknüpfen. Diplom-Ingenieurin Rike Brecht von der TU Ilmenau warb für einheitliche Bedienkonzepte von Geräten und Diensten. Sie verdeutlichte anhand der gegenwärtig unterschiedlichen Navigationskonzepte der großen TV-Sender, dass bei der Bedienung von Mediatheken und digitalem Teletext noch Optimierungsbedarf besteht. Für Prof. Dr. Claus Sattler, Geschäftsführer von Goldmedia Innovation, macht die Entwicklung der Unterhaltungselektronik nicht beim TV-Bildschirm Halt. Vielmehr werden mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-PCs nahtlos mit den Smart-TVs verknüpft.

Dr. Stefan Arbanowski von Fraunhofer FOKUS gab einen Ausblick auf die Einführung der Web-Programmiersprache HTML 5, und die damit verbundenen Chancen für die CE-Industrie und die TV-Branche, einschließlich der Möglichkeit von cloudbasierten TV-Apps. Volker Blume, Philips Consumer Lifestyle, stellte die vielfältigen Möglichkeiten von Smart-TVs vor. Neben einem umfassenden Medien-Portal mit Zugang zu Inhalteangeboten aus dem Internet und dem digitalen Videotext der TV-Sender bieten die Geräte eine erweiterte, interaktive Programmnutzung über den roten Knopf der Fernbedienung. Zur Fernsteuerung des Smart-TV kann laut Blume in Zukunft auch das Smart-Phone oder der Tablet-PC verwendet werden. Wie Zuschauer schon bald unmittelbar über die Fernbedienung am Smart-TV einkaufen können, erläuterte Carsten Urbanski von Ping 24/7. Homeshopping wird Urbanskis Prognose zufolge mit der Verbindung von TV und Internet eine neue Bedeutung erlangen. Hierfür erforderlich sind aber unkomplizierte Lösungen für sichere Bezahl-Systeme auf Smart-TVs. Wie gut HbbTV auch für B-to-B Lösungen geeignet ist, zeigte Matthias Schwankl von Eutelsat Kabelkiosk auf. Das Unternehmen bietet ein White-Label-Portal für Kabelnetzbetreiber auf Basis des ETSI-Standards. Abschließend erläuterte Lars Friedrichs, SevenOne Intermedia, die neuen Werbe- und Vermarktungsmöglichkeiten  für kommerzielle Anbieter im vernetzten TV-Umfeld. Angesichts der rasant wachsenden Verbreitung von "intelligenten" TV-Geräten in Deutschland baut ProSiebenSat.1 derzeit sein HbbTV-Angebot auf. Er rechnet damit, dass die TV-Sender zum Jahresende auch verstärkt für die neuen Applikationen werben werden.

Als Fazit des Workshops sprach Jürgen Sewczyk, Mitglied des Vorstands der Deutschen TV-Plattform, von einer „sehr vielversprechenden Marktentwicklung hybrider Endgeräte.“ Zur IFA 2011Anfang September kündigte er als Leiter der AG Hybride Endgeräte ein „White Book“ als Übersicht an. Carine Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform und Moderatorin des Workshops, lud alle Interessierten ein, über die Arbeitsgruppen des Vereins aktiv am Aufbruch in die digitale Fernsehzukunft mitzuwirken.

Interessenten für das Thema finden an dieser Stelle die freigegebenen Vorträge des Workshops und können sich als Firma gern auch in die weitere Arbeit der TV-Plattform und der Arbeitsgruppe Hybride Endgeräte einbringen (Kontakt über  Geschäftsstelle).

 

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