Trend zu Multiscreen-Fernsehen auf allen Wegen

2015 wird das Jahr der Infrastrukturen und der Vernetzung für die audiovisuelle Branche: In diesen zwei Bereichen stehen Entscheidungen an, wie und auf welchen Wegen die Deutschen künftig fernsehen. Das konstatiert die "TV Zukunft" als Informationsblatt der Deutschen TV-Plattform in seiner jüngsten Ausgabe und belegt die Aussage mit zahlreichen Fakten zu aktuellen Trends. Fernsehen "avanciert zum digitalen Multiscreen-Erlebnis und bietet eine neue Vielfalt beim Konsum bewegter Bilder – smart, vernetzt und mit Ultra-HD bald auch in bis dato ungeahnter Qualität", prognostiziert Vereinsvorsitzender Wolfgang Elsäßer fest (PDF). Basis der Entwicklung in Richtung Multiscreen-Fernsehen auf allen Wegen sind die fortschreitende Digitalisierung in Deutschland auf allen möglichen Empfangs- und Verbreitungswegen sowie die zunehmende Ausstattung der Haushalte mit geeigneten Bildschirmgeräten.Dazu kommt noch die sich verändernde Mediennutzung, besonders bei audivisuellen Inhalten. Fernsehen ist eben nicht nur lineares TV, sondern derfolgt zunehmend non-linear auf Abruf. Neben den klassischen TV-Verbreitungswegen Satellit, Kabel und Antenne gewinnen Breitband (IPTV) und Streaming an Bedeutung. "Nie zuvor gab es mehr TV-Programme als heute. Nie zuvor konnte man auf so unterschiedliche Weise Fernsehen empfangen. Und nie zuvor war die Auswahl an geeigneten Geräten so groß", stellt Wolfgang Elsäßer, Astra) als Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform fest.

Konkret für Deutschland steht - neben dem Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Hauptempfangswege Satellit und Kabel - die Modernisierung des terrestrischen Digital-TV an. Für den in 2016 geplanten Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 werden in den nächsten Monaten die Weichen gestellt, wie auch die Testgebiete zeigen. Dann ist auch via Antenne HDTV für deutsche Haushalte empfangbar.Nach dem Schub durch die analoge Sat-Abschaltung vor zwei Jahren kommt das Wachstum bei der Digitalisierung inzwischen vor allem aus dem Kabel-Bereich: Jährlich steigen hier 1,5 Mio.Haushalte (3 Prozent) um. Treiber ist hier wie auch beim Satelliten das hochauflösende Fernsehen.

Inwieweit die Versteigerung des 700 MHz-Frequenzbandes im Sommer die Breitbandnutzung über Mobilfunknetze u.a. für Bewegtbildkonsum beschleunigen wird, ist noch offen. Beim Smarten Fernsehen hält der Boom an - offenbar ist die Kombination von Rundfunk mit Apps und IP-Zusatzangeboten an einem großen TV-Bildschirm attraktiv. Seine Vernetzung mit anderen Bildschirmgeräten bzw. die Parallelnutzung von verschiedenen Display-Geräten veranlasst Forscher dazu, sogar von „Media-Meshing Fernsehen" zu sprechen.

Alle Details und Fakten zu den beschriebenen Trends finden Interessiert kompakt in der Ausgabe 01/2015 der "TV Zukunft", dem Informationsblatt der Deutschen TV-Plattform. "Über die neuen Trends und Geschäftsmodelle lässt sich trefflich diskutieren. Die Deutsche TV-Plattform bietet hier die ideale Plattform zum branchenübergreifenden Austausch. Sie hat mit ihren vier neu formierten Arbeitsgruppen im Jahr 2014 den Grundstein gelegt, um auch 2015 – in ihrem 25. Jubiläumsjahr – als starkes Branchenforum Impulse zu geben", lädt Vereinsvorsitzender Wolfgang Elsäßer zur Mitarbeit ein.